
Daniel Schwarzbach, 44 Jahre alt, hat die Jonsdorfer Eishalle gemietet und sorgt so dafür, dass die beliebten Schlittschuhläufer in diesem Winter wieder ihre Runden drehen können. Schwarzbach, der viele Jahre als Eismeister in der Eishalle gearbeitet hat, möchte die traditionsreiche Sportstätte im Zittauer Gebirge vor der Schließung bewahren. Trotz schwieriger Umstände, wie der hohen Luftfeuchtigkeit und geringen Temperaturen in der Eishalle, ist Schwarzbach entschlossen und zuversichtlich. Er hat die Halle an den Wochenenden, Feiertagen und zu speziellen Veranstaltungen, wie dem After-Work-Eislaufen, gepachtet.
Im vergangenen Jahr stand die Zukunft der Eishalle auf der Kippe, denn die Gemeinde Jonsdorf hatte den kostenintensiven Betrieb aus finanziellen Gründen einstellen müssen, was zur Liquidation der Betreibergesellschaft führte. Alle Mitarbeiter, darunter auch Schwarzbach, erhielten ihre Kündigung. Nun hat er die Eishalle für 26.000 Euro über die gesamte Saison bis Anfang März gemietet, um sie weiter zu betreiben und den Betrieb wiederzubeleben.
Rettung der Eishalle durch Engagement
Schwarzbach erläuterte, dass die Eismeister eine große Verantwortung tragen und viele der über 70 Schlittschuhläufer, die beim ersten After-Work-Eislaufen gezählt wurden, für positive Resonanz sorgten. Letztlich ist dieser Abend wichtiger als je zuvor, denn die Einarbeitung neuer Konzepte könnte der Schlüssel zur Erhaltung der Eishalle sein. „Wir hatten von Anfang an gesagt: Wenn sich irgendeine Möglichkeit ergibt, dass wir hier im Winter Eis haben werden, dann helfen wir mit“, betonte Schwarzbach.
Trotz seines Optimismus erkennt Schwarzbach die Herausforderungen, insbesondere die veraltete Kühltechnik, die immer wieder repariert werden muss, um den Betrieb der Eishalle aufrechtzuerhalten. „Es wird schon laufen“, so seine Zuversicht. Gleichzeitig bleibt die Sorge, dass die bestehenden Bedingungen nicht ausreichend sind, um den langfristigen Betrieb der Eishalle sicherzustellen.
In einem offiziellen Statement erklärte Kati Wenzel, die Bürgermeisterin von Jonsdorf, dass die Eishalle am 31. Juli 2024 den Betrieb eingestellt hat. Die Schließung sei ein bitterer Schritt, da es der Gemeinde an finanziellen Mitteln fehle, um diese wichtige Freizeiteinrichtung weiter zu betreiben. Sie ordnete die Liquidation der Betreibergesellschaft an, was die Hoffnung auf eine Wiedereröffnung der Sportstätte stark einschränkt.
„Es kann doch nicht sein, dass in diesem reichen Deutschland eine Gemeinde ihre Freizeiteinrichtung schließen muss“, äußerte Schwarzbach seinen Unmut über die Entwicklung. Der erst vor kurzem gegründete Eishockeyverein schaut nun in eine ungewisse Zukunft, da der Spielbetrieb aufgrund der Schließung nicht mehr fortgeführt werden kann.