Aalen

Rätselhafte Raunächte: Ziehen Geister durch unsere Wäsche?

Aalen. Noch einige Tage, dann enden die Raunächte, die von Heiligabend bis zum Dreikönigstag reichen. Diese Zeit bringt eine Reihe von Sagen und Bräuchen mit sich, die tief in der Volkskultur verwurzelt sind. Eine solche Sage berichtet von einem wilden Heer, das durch das Land zieht. Um sich diesen wilden Gesellen nicht ins Haus zu holen, wird geraten, zwischen Weihnachten und Silvester keine Wäsche aufzuhängen. Anderenfalls könnte man Unheil anziehen. Dies deckt sich mit den Erfahrungen einer Aalenbürgerschaft, die von ihrer Mutter gewarnt wurde, dass derjenige, der in dieser Zeit Wäsche macht, im kommenden Jahr mit viel Arbeit rechnen müsse. Dank moderner Wäschetrockner scheint es jedoch eine Möglichkeit zu geben, diese besorgniserregenden Vorhersagen zu umgehen.

Ein Brauch, dem viele in dieser Zeit folgen, ist das Räuchern. Passend dazu erhielt eine Aalenbürgerin Räucherstäbchen mit weißem Salbei geschenkt, dessen Düfte als harmoniefördernd gelten. Vor dem Eintreffen der Silvestergäste wurde das brennende Stäbchen durch das Zuhause getragen. Trotz der Verdunstungen, die in der Luft blieben und die Augen bis Mitternacht zum Tränen brachten, war der Abend harmonisch.

Aberglauben um die Raunächte

Laut einem weit verbreiteten Volksglauben sollte während der Rauhnächte die schmutzige Wäsche gemieden werden. Andernfalls lädt man üble Geister ein, wie Merkur.de berichtet. Dieser Aberglaube, der seinen Ursprung in vorgeschichtlichen Zeiten hat, wird von Brauchtumsforschern als tief verwurzelt beschrieben. Die Zeit zwischen den Jahren, auch Rauhnächte genannt, erstreckt sich über elf Tage, in denen geglaubt wird, dass wilde Dämonen durch den Himmel ziehen und Unheil bringen.

Diese Nächte haben ihren Namen, weil die Menschen versuchten, die düstere Zeit zu erklären und sie fürchteten, dass sich die seelenlosen Geister in der Wäsche verfangen würden, die im Wind weht. Folglich würde sich das Unheil ins eigene Heim bringen. Eine besonders makabre Variante dieser Überlieferung besagt, dass die Geister die frischen Laken stehlen, um sie als Leichentücher für lebende Familienmitglieder zu verwenden, wie Merkur.de beschreibt. Daher wird empfohlen, lieber den Wäschetrockner zu nutzen, anstatt frische Wäsche im Freien zu trocknen.

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Genauer Ort bekannt?
Aalen, Deutschland
Beste Referenz
schwaebische-post.de
Weitere Infos
merkur.de

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