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Öltanker „Eventin“ in der Ostsee: Riesenschlepper sichern Trinkwasser!

Am 11. Januar 2025 hat die Havarie des Öltankers „Eventin“ in der Ostsee zu einer großangelegten Rettungsaktion geführt. Der manövrierunfähige Tanker wird gegenwärtig von drei Schleppern in eine sichere Region bewegt. Der Schleppverband zieht das Schiff 25 Kilometer in Richtung Osten, um die Sicherheit in der stark befahrenen Schifffahrtsstraße zu gewährleisten. Die Geschwindigkeit des Schleppmanövers liegt zwischen ein und zwei Knoten, was etwa 1,85 bis 3,7 km/h entspricht. Schätzungen zufolge wird das gesamte Manöver rund acht Stunden in Anspruch nehmen.

Die Entscheidung, den Tanker nach Osten zu verlagern, erfolgt nicht nur aufgrund der aktuellen Unwägbarkeiten, sondern auch um mehr freies Seegebiet in Richtung Süden zu schaffen. Dies ist besonders wichtig, denn für die Nacht wurden starke Winde aus Norden angekündigt, die die Situation erheblich erschweren könnten. Die Insel Rügen liegt direkt südlich des havarierten Tankers und könnte bei ungünstigem Wetter in Gefahr geraten.

Expertenteam eingetroffen

Ein Expertenteam der Bundespolizei wird per Hubschrauber zu der „Eventin“ gebracht. Die anwesenden Seeleute sind darauf spezialisiert, die Verbindungen zu den Schleppern herzustellen, was für den Erfolg des Manövers entscheidend ist. Damit die Arbeiten reibungslos ablaufen können, haben sie Taschenlampen und Funkgeräte dabei. Dies ist notwendig, da nach einem Stromausfall an Bord die Batterien langsam ausgehen, und eine funktionierende Kommunikation unerlässlich ist.

Die Herausforderungen rund um diese Havarie sind nicht zu unterschätzen. Die Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes ist auf solche Notfälle vorbereitet und betreibt eine Flotte von Mehrzweckschiffen, die rund um die Uhr eingesetzt werden. Diese Schiffe sind in der Lage, binnen zwei Stunden am Unfallort zu sein und verfügen über umfangreiche Ausstattungen für Notschlepp, Öl- und Chemikalienbekämpfung sowie Brandbekämpfung auf See. Darüber hinaus sind sie für die Eisbrechung im Winter gerüstet, um die Schifffahrt aufrechtzuerhalten.

Überregionale Unterstützung

Deutschland hat sich in der Havarieprävention ebenfalls auf private Unterstützung verlassen. Drei private Notschlepper wurden gechartert, um im Falle einer Havarie schnell eingreifen zu können. Neben diesen lokalen Maßnahmen bestehen zudem Abkommen mit Nachbarstaaten, um im Bedarfsfall unbürokratische grenzüberschreitende Hilfe zu gewährleisten.

Die Mehrzweckschiffe sind nicht nur auf Notsituationen spezialisiert, sondern auch für die Überwachung des Schiffsverkehrs und die Sicherstellung der Einhaltung von Schifffahrtsvorschriften zuständig. Diese umfassenden Maßnahmen zeigen, wie ernst die Situation genommen wird und wie gut Deutschland auf maritime Notfälle vorbereitet ist.

Statistische Auswertung

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Rügen, Deutschland
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Weitere Infos
spiegel.de

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