
In einem schockierenden Vorfall aus dem Landkreis Bamberg wird einem 56-jährigen Mann aus Breitengüßbach vorgeworfen, seine 55-jährige Ehefrau und seinen 25-jährigen Sohn mit einer vergifteten Tiefkühlpizza schwer geschädigt zu haben. Laut inFranken kamen die beiden Mitte Dezember 2024 mit akuten Vergiftungserscheinungen ins Krankenhaus, wobei der Gesundheitszustand der Frau zeitweise kritisch war. Während die Frau mittlerweile stabil ist, war der Zustand des Sohnes glücklicherweise nicht lebensbedrohlich.
Ein chemisch-toxikologischer Test ergab, dass beide Opfer mit einem Pflanzengift in Berührung gekommen waren. Der Verdacht gegen den Vater erhärtete sich, als festgestellt wurde, dass er möglicherweise das Gift auf der Pizza verteilt hatte. Ermittlungen führten schließlich zur Beantragung eines Haftbefehls wegen versuchten Mordes, den das Amtsgericht Bamberg am 8. Januar 2025 erließ.
Flucht und Festnahme
Der mutmaßliche Täter war zunächst in die Flucht gegangen und wurde am 21. Dezember 2024 in Südfrankreich festgenommen. Nach seiner Auslieferung am 8. Januar 2025 wurde er in Deutschland in Untersuchungshaft genommen. Wie Merkur berichtet, stehen die genauen Hintergründe des Vorfalls weiterhin im Dunkeln und die Ermittlungen dauern an.
Es handelt sich um einen der schwerwiegenden Fälle von Gewalt innerhalb der Familie, die in der Polizeilichen Kriminalstatistik des BKA festgehalten werden. Laut BKA sind die Fallzahlen für Gewaltkriminalität 2023 auf den höchsten Stand seit 2007 gestiegen. Diese Steigerung bei Gewaltdelikten ist umso besorgniserregender, da sie in der Gesellschaft ein alarmierendes Signal sendet.
Die Ermittlungen zu dem vergifteten Essen zeigen, dass Vernichtung innerhalb der Familie eine bedrückende Realität ist, die auf soziale und psychologische Probleme hinweisen könnte. Die Schwere der Vorwürfe und die Tatsache, dass der Angeklagte aus dem direkten familiären Umfeld der Opfer stammt, werfen einen düsteren Schatten auf die menschlichen Beziehungen in der betroffenen Region.
Die breite Öffentlichkeit und die Kollegen der ermittelnden Behörden sind besorgt über den Vorfall und die möglichen Implikationen für die Gesellschaft. In einem Klima, in dem die Kriminalität stetig zunimmt, wird der Fall zur Mahnung, wie wichtig es ist, rechtzeitig zu handeln und Opfern beizustehen.