
In der Nacht zum Montag ereignete sich in München ein alarmierender Vorfall, bei dem ein über 90-jähriger Mann drohte, seine Waffe gegen andere Menschen einzusetzen. Die Polizei wurde umgehend alarmiert und rückte mit mehreren Streifen sowie dem Rettungsdienst aus. Unter den Einsatzkräften befand sich auch eine Hundertschaft, die auf solche gefährlichen Situation spezialisiert ist. Wie die PNP berichtet, hatten die Ehefrau des Mannes sowie ein weiterer Angehöriger die Wohnung bereits vor Eintreffen der Polizei verlassen und wurden dort betreut.
Nach etwa 35 Minuten nach dem Notruf gelang es den Beamten, den Senior vor seiner Wohnung zu sichern. Bei der Durchsuchung der Räumlichkeiten fanden die Polizisten einen Revolver, der möglicherweise auch in Gebrauch genommen worden wäre. Aufgrund seines gefährdenden Verhaltens wurde der Mann in eine psychiatrische Klinik gebracht. Über weitere Einzelheiten wurden bisher keine Informationen bekannt gegeben.
Risikofaktoren für aggressives Verhalten
Ein ähnlicher Vorfall ereignete sich erst kürzlich am Hauptbahnhof München. Hier wurde ein 17-jähriger Jugendlicher festgenommen, der Polizisten in einem Zug attackierte. Der Junge war mit dem ICE von Essen nach München unterwegs und hatte zuvor andere Reisende durch aggressive Verhaltensweisen bedrängt, wie die TZ berichtete. Bei der Ansprache durch die Beamten verhielt er sich äußerst aggressiv und verletzte dabei zwei Polizisten.
Nachdem der Jugendliche über die Gleise geflohen war, wurde er schließlich in einem Gebüsch entdeckt, wobei er Musik oder gebetsähnliche Aufnahmen abspielte. Die anschließende Festnahme erforderte erhebliche Anstrengungen seitens der Einsatzkräfte, da der 17-Jährige massiven Widerstand leistete. Auch er wurde, aufgrund seines Verhaltens, in eine psychiatrische Klinik eingewiesen.
Aggressives Verhalten in psychiatrischen Einrichtungen
Das aggressive Verhalten von psychisch Erkrankten ist ein ernstzunehmendes Problem in psychiatrischen Einrichtungen. Laut verschiedenen Studien, die auch von Eph Psychiatrie zitiert werden, zeigen zwischen 7,5 % und 35 % der Patienten auf psychiatrischen Akutstationen aggressives Verhalten. Typische Ausprägungen sind verbale Gewalt, Selbstverletzung sowie aggressives Verhalten gegen das Personal oder Mitpatienten.
Die Faktoren, die zu aggressivem Verhalten beitragen, sind vielfältig. Dazu gehören sowohl Risikofaktoren wie soziale Schicht und Vorgeschichte als auch dynamische Risikofaktoren, wie Intoxikation oder psychotische Symptome. Es ist wichtig, dass die besonderen Bedürfnisse der Patienten nach Sicherheit und Privatsphäre beachtet werden, um Aggressionen entgegenzuwirken. Die Gestaltung der Stationen kann ebenfalls eine bedeutende Rolle bei der Minderung von Aggressionen spielen.
Insgesamt zeigen diese Vorfälle, wie wichtig ein präventiver Umgang mit psychischen Erkrankungen und aggressivem Verhalten in der Gesellschaft ist. Sowohl ältere als auch jüngere Menschen benötigen in kritischen Momenten Unterstützung und adäquate therapeutische Maßnahmen.