
In den USA hat eine arktische Kältewelle verheerende Folgen mit mindestens zwei Todesopfern in Austin, Texas, nach sich gezogen. Die Stadt meldete, dass die damit verbundenen Wetterverhältnisse zu tragischen Vorfällen führten und warnte die Bevölkerung vor den ernsten Gefahren der Unterkühlung. Neben Texas sind auch andere Regionen des Landes von dieser extremen Kälte betroffen, während der Wintersturm massive Auswirkungen auf den Verkehr hat. Ähnliche Warnungen betreffen auch viele südliche Bundesstaaten, die aufgrund der widrigen Bedingungen den Notstand ausgerufen haben. Der Wetterdienst meldete in New Orleans rund 20 Zentimeter Schnee, was für diese Region ungewöhnlich ist. In Florida fiel sogar Schnee, wobei Bilder von Pensacola Beach schneebedeckte Strände und Palmen zeigen.
Die Kältewelle, die sich mittlerweilen über weite Teile der USA ausgebreitet hat, bringt Temperaturen von bis zu minus 30 Grad Celsius in den Norden des Landes. Zusätzlich kündigte der National Weather Service (NWS) warnende Hinweise für viele Südstaaten an, die mit Eis und Schnee kämpfen müssen. Diese kalten Temperaturen führen zu einem abrupten Wandel des Wetters, der bereits am 12. Januar 2025 begann und seinen Höhepunkt am Mittwoch, dem 20. Januar, erreichen sollte. Das Wetter wird dabei von einem Jetstream beeinflusst, der kalte Luft aus Kanada weit nach Süden transportiert.
Umfassende Wetterfolgen
Die winterlichen Bedingungen haben nicht nur zu tödlichen Vorfällen geführt, sondern beeinträchtigen auch den Flugverkehr erheblich. Rund 2.300 Flüge wurden am Dienstag aufgrund von Schnee und Eis gestrichen, was zu Chaos an den betroffenen Flughäfen in Houston, Dallas, Atlanta und New Orleans führt. In Südkalifornien hingegen kämpfen Feuerwehrleute gegen mehrere Brände, die sich in der Region ausbreiten. Diese Brände, darunter das «Palisades Fire» und das «Eaton Fire», sind zwar größtenteils eingedämmt, dennoch wurden bereits etwa 16.000 Gebäude durch die Flächenbrände beschädigt oder zerstört.
Die Kältewelle bringt diverse Gefahren mit sich, einschließlich einer erhöhten Wahrscheinlichkeit für Unterkühlung, Verkehrschaos und Frostschäden. In Texas, wo die Temperaturen einen drastischen Rückgang um bis zu 15 °C unter den Jahresdurchschnitt erlebten, sind die Verkehrsinfrastruktur und die Bevölkerung nicht auf solche extremen Wetterverhältnisse vorbereitet. Besonders in den südlichen Regionen kann es außerdem zu Rohrbrüchen und damit verbundenen Wasserschäden kommen.
Regionale Unterschiede
Während der rigorosen Kälte erleben Teile des mittleren Westens und der Golfküste Schneefälle und Blizzards, die an sibirische Bedingungen erinnern. So verzeichnen Staaten wie Minnesota und North Dakota Tageshöchsttemperaturen weit unter dem Gefrierpunkt und Windchill-Faktoren, die bis zu -60 Grad Celsius erreichen. Die Veränderungen in den atmosphärischen Bedingungen, insbesondere der Polarwirbel-Dynamik, haben zur globalen Kälteverschiebung beigetragen und zeigen die zunehmenden Herausforderungen, mit denen sich die Bevölkerung konfrontiert sieht.
Die aktuelle Wetterlage verlangt erhöhte Aufmerksamkeit und Vorsicht, insbesondere angesichts der sich intensivierenden Witterungsbedingungen, die in den kommenden Wochen weitere Kältewellen versprechen. Laut meteozentrale könnten die Menschen weiterhin mit extremen Temperaturen und erheblichen winterlichen Herausforderungen rechnen.