
Am Abend des 4. Februar 2025 ereignete sich vor dem Schlossparkcenter in Schwerin eine tödliche Messerattacke, die den Stadtteil in Aufruhr versetzte. Gegen 17.45 Uhr kam es an einem Seiteneingang des beliebten Einkaufszentrums zu einem gewalttätigen Streit zwischen zwei Männern, der in einem tödlichen Angriff endete. Der Täter stach mit einem Messer auf das Opfer ein, einen jungen Mann, der trotz sofortiger Wiederbelebungsversuche durch Rettungskräfte später an seinen schweren Verletzungen starb.
Der Vorfall, der an einem Ort stattfand, der gern von den Bürgern besucht wird, ließ die Augen der Öffentlichkeit auf die Sicherheitslage im Bereich Marienplatz fallen. Dieser Platz gilt als Kriminalitätsschwerpunkt der Stadt und ist der einzige Ort im Nordosten Deutschlands mit ständiger Videoüberwachung. Laut der Ostsee-Zeitung wurden dort im Jahr 2023 im Durchschnitt zwei Straftaten pro Tag registriert.
Tatort und Flucht des Täters
Nach dem Angriff flüchtete der Täter in das belebte Einkaufszentrum, was die Polizei zu einer sofortigen Sperrung des gesamten Areals veranlasste. Das Schlossparkcenter, das mehrere Ein- und Ausgänge sowie Zugänge zum Parkhaus hat, wurde zur intensiven Suche abgesperrt. Trotz des großen Polizeiaufgebots blieb die Suche nach dem Täter bisher erfolglos. Die Unklarheit über die Gründe des Streits und die Identität des Opfers verstärkt die Besorgnis in der Bevölkerung, die auf mehr Informationen von den ermittelnden Behörden hofft.
Die Staatsanwaltschaft Schwerin plant, am kommenden Mittwoch weitergehende Informationen zu der Tat und zum Opfer bekannt zu geben. Bislang gibt es jedoch weder eine öffentliche Identifizierung des Opfers noch Informationen über seine Verbindungen zum Täter oder die genauen Hintergründe des Angriffs.
Kriminalität in Schwerin
Diese tödliche Messerattacke ist ein weiterer alarmierender Vorfall in einer Stadt, die 2023 einen Anstieg der Straftaten um über 25 Prozent erlebte. Laut der Nordkurier wurden im vergangenen Jahr 11.423 Straftaten registriert, wobei insbesondere Rohheitsdelikte und Straftaten gegen die persönliche Freiheit einen signifikanten Anstieg verzeichneten. Die hohe Zahl der Vergehen wirft ein Schatten auf die Sicherheitswahrnehmung der Bürger.
Die Polizei hat bereits angekündigt, die Sicherheitsmaßnahmen in der Umgebung des Schlossparkcenters zu überprüfen, um der Bevölkerung ein Gefühl der Sicherheit zurückzugeben. In einer Stadt, in der Gewaltverbrechen zunehmen, bleibt die Hoffnung auf eine rasche Aufklärung des Vorfalls und eine Festnahme des Täters bestehen.