
Im März wird ein bedeutendes Event in der Welt der Hochschulbildung stattfinden, wenn Mitglieder der europäischen Hochschulallianz Bauhaus4EU zum Projektauftakt an der Bauhaus-Universität Weimar zusammenkommen. Universitätspräsident Prof. Peter Benz wird die internationalen Gäste willkommen heißen und die Aktivitäten, die der Internationalisierung der Hochschulen dienen, in den Fokus rücken. Laut uni-weimar.de werden etwa 70 Projektbeteiligte für drei Tage zusammenarbeiten, um ihre Arbeitspläne weiterzuentwickeln.
Das Hauptaugenmerk der ersten Projektphase liegt auf der Ausarbeitung und Abstimmung von Lehrformaten zwischen den teilnehmenden Universitäten. Dies schließt die Entwicklung von arbeitsbezogenen Kurzzeitaufenthalten sowie Joint Degree Programmen ein. Diese Programme bieten den Studierenden die Möglichkeit, ihr Studium an mehreren Hochschulen zu absolvieren, wodurch sie Einblicke in internationale und interdisziplinäre Perspektiven erhalten. Die Möglichkeit, Abschlüsse wie einen Double, Joint oder Multiple Degree zu erlangen, ist ein wichtiger Aspekt dieser Entwicklung, wie jointdegree.eu berichtet.
Herausforderungen der Internationalisierung
Ein zentrales Thema, das während des Treffens behandelt werden muss, ist die Notwendigkeit, die Studienordnungen entsprechend dem Credit-Punkte-System in Europa neu zu erstellen oder anzupassen. Die Beteiligung von Universitäten aus neun verschiedenen Ländern bringt es mit sich, dass diverse Bildungsgesetzgebungen berücksichtigt werden müssen.
Ziel der Allianz und der geplanten Programme ist die nachhaltige Entwicklung der Regionen, sowie die Stärkung der Institutionen. Besonders ist die Chance für Thüringen hervorzuheben, die sich in den Bereichen Fachkräftegewinnung, interkulturelle Zusammenarbeit und europäische Vernetzung ergibt.
Unterstützung und Einladung
Zu einem Abendempfang am 11. März sind Vertreter*innen der Thüringer Projektpartner, wie die LEG und die Stiftung Baukultur, eingeladen. Auch Bildungsminister Christian Tischner wird vor Ort sein, um die Unterstützung des Thüringer Bildungsministeriums für das Projekt zu bekräftigen. Dieses Engagement ist auf die Bestrebungen zurückzuführen, die Internationalisierung der Hochschulen weiter voranzutreiben, was durch die Strategie zur Internationalisierung der Hochschulen in Deutschland unterstrichen wird.
Die Internationalisierung der Hochschulen wird als essentielle Maßnahme erachtet, um die Wettbewerbsfähigkeit des deutschen Hochschulstandorts zu sichern und auszubauen. Laut bmbf.de gab es im Jahr 2023 insgesamt 18.153 internationale Kooperationen zwischen 312 Hochschulen in Deutschland, was die Relevanz solcher Initiativen bekräftigt.
Die Entwicklungen der Studierendenzahlen von Bildungsausländern in Deutschland sind ebenfalls ein Indikator für die Notwendigkeit und den Erfolg internationaler Programme. In der Zeit von 2008 bis 2023 stieg die Zahl internationaler Studierender stetig, ein Zeichen dafür, dass der deutsche Hochschulraum als attraktiv wahrgenommen wird.