
Am 26. Februar 2025 haben über 1000 Schülerinnen und Schüler im Würmtal an der Juniorwahl teilgenommen, die parallel zur Bundestagswahl stattfand. Die Juniorwahl bietet Jugendlichen die Möglichkeit, Erfahrungen mit demokratischen Wahlen zu sammeln und sich aktiv mit Bundespolitik auseinanderzusetzen. Initiatoren der Wahl berichten von einem steigenden politischen Interesse unter den Jugendlichen, was durch aktuelle Studien untermauert wird. Merkur hebt hervor, dass sich die Schülerinnen und Schüler intensiver mit der Thematik der Wahlen beschäftigen.
Die Ergebnisse der Juniorwahl haben ein vielschichtiges Bild ergeben. An den Frankfurter Schulen schnitt die CSU als stärkste Kraft an drei Schulen ab. Lediglich an der Gautinger Paul-Hey-Mittelschule war die SPD die präferierte Wahl. Die Wahlbeteiligungen waren bemerkenswert hoch, mit 88,5% am Feodor-Lynen-Gymnasium, 87,2% am Kurt-Huber-Gymnasium und 75% an der Paul-Hey-Schule.
Detailierte Wahlergebnisse
Die Wahlergebnisse zeigen klare Präferenzen der Wählerschaft:
Schule | CSU (Erststimmen) | SPD (Zweitstimmen) | Grüne (Zweitstimmen) | FDP (Zweitstimmen) | Linke (Zweitstimmen) | AfD (Zweitstimmen) |
---|---|---|---|---|---|---|
Feodor-Lynen-Gymnasium | 197 (31,9%) | 74 (12%) | 129 | 61 (9,9%) | 56 (9,1%) | 35 (5,7%) |
Kurt-Huber-Gymnasium | 102 (36,3%) | 13,2% | 17,4% | 8,2% | 10,7% | 4,3% |
Paul-Hey-Schule | 22,4% | 40 (29,9%) | 4,5% | 6,7% | 21,7% | 6,0% |
Die Juniorwahl ist eine wichtige Simulation für Schülerinnen und Schüler, um sich mit der politischen Landschaft vertraut zu machen. Sie wird von Kumulus e.V. und dem Landtag Nordrhein-Westfalen organisiert und steht allen Schulformen ab Klassenstufe 7 offen. Bei der letztjährigen Europawahl beteiligten sich über 1.150 Schulen in Nordrhein-Westfalen, was die Reichweite und den Einfluss des Projekts unterstreicht. Laut Schulministerium NRW ist die Teilnahme für Schulen kostenlos und sie erhalten umfassende Unterstützung in Form von Unterrichtsmaterialien und Vorbereitungskursen.
Angestiegenes politisches Interesse
Das wachsende politische Interesse von Jugendlichen wird durch die Shell Jugendstudie 2024 unterstützt, die einen signifikanten Anstieg des Interesses in den letzten Jahren dokumentiert. In allen Altersgruppen unter 25 Jahren ist ein Höchstwert seit Beginn der 2000er Jahre festzustellen. So stieg das politische Interesse bei Teenagern zwischen 12 und 14 Jahren von 11% im Jahr 2002 auf 30% im Jahr 2024, und bei Jugendlichen von 15 bis 17 Jahren ungefähr von 20% auf 47%. Diese Entwicklungen belegen die Notwendigkeit, Jugendlichen Möglichkeiten zur Mitgestaltung ihres Lebensumfelds zu bieten, insbesondere in Schulen, wie bpb berichtet.
Zusammenfassend zeigt die Juniorwahl sowohl das Interesse der Jugendlichen an politikbezogenen Themen als auch die positiven Ansätze, die Schulen initiieren, um diesen Enthusiasmus zu fördern. Die hohe Wahlbeteiligung und die engagierte Auseinandersetzung mit den Ergebnissen sind vielversprechende Zeichen für die demokratische Zukunft unserer Gesellschaft.