Deutschland

Kampf um Rentenansprüche: Experten warnen vor neuen Hürden!

Der Versorgungsausgleich ist ein zentraler Aspekt im deutschen Scheidungsrecht, der oft wenig Beachtung findet, jedoch erhebliche finanzielle Konsequenzen für die betroffenen Partner haben kann. Der Expert:innenmeinung zufolge sind Rentenansprüche, die während einer Ehe entstehen, als gemeinschaftliche Lebensleistung zu betrachten. Bei einer Scheidung erfolgt ein Ausgleich dieser Ansprüche, um sicherzustellen, dass beide Partner von den während der Ehe gewonnenen Anrechten profitieren. Diese Regelung gilt sowohl im Falle einer Scheidung als auch im Todesfall eines Partners, betont inFranken.

Der Versorgungsausgleich wird im Rahmen des Scheidungsverfahrens vom Familiengericht festgelegt. Dabei sorgt das Gericht dafür, dass die Ansprüche gleichmäßig aufgeteilt werden. Jeder Partner erhält die Hälfte der Rentenansprüche des anderen, wie auch die Deutsche Rentenversicherung in ihren Informationen festhält. Dies betrifft nicht nur die gesetzliche Rentenversicherung, sondern auch Beamtenversorgungen, Betriebsrenten und andere private Versicherungsverträge.

Regelungen und Fristen

Wichtige Aspekte des Versorgungsausgleichs betreffen auch die Fristen und die Antragsstellung. Stirbt ein Partner mehr als drei Jahre nach der Eheschließung, bleibt der Versorgungsausgleich aktiv, was bedeutet, dass die hinterbliebene Person Anspruch auf anteilige Rentenansprüche hat. Verstirbt jedoch ein Partner innerhalb der ersten drei Jahre, kann der Versorgungsausgleich ausgesetzt werden. In diesem Fall muss ein Antrag bei der Rentenversicherung gestellt werden, um die Auszahlung der Rente zu stoppen. Diese Regelungen können für viele Paare verwirrend sein und werden daher häufig als „absurd“ bezeichnet, wie der Bundesverband der Rentenberater kritisiert.

Die das Familiengericht über den Versorgungsausgleich beschließt, ist bindend. Eine Änderung durch einen Abänderungsantrag ist möglich, jedoch nur unter bestimmten Voraussetzungen, darunter eine wesentliche Änderung der Altersversorgung und die Notwendigkeit, die ausgleichspflichtige Person zu entlasten. Ein Abänderungsantrag kann gestellt werden, wenn die Entscheidung vor dem 31. August 2009 getroffen wurde. Diese Komplexität macht es für viele Betroffene ratsam, sich Unterstützung zu holen, um ihre Situation zu klären und ihre Ansprüche zu wahren.

Auswirkungen auf die Rentenhöhe

Die Auswirkungen des Versorgungsausgleichs auf die individuelle Rentenhöhe sind nicht zu unterschätzen. Der Versorgungsausgleich führt häufig zu einer Erhöhung oder Minderung der Rentenansprüche der betroffenen Partner. Besonders kompliziert wird es, wenn einer der Partner bereits in Rente ist; die Anpassungen erfolgen dann ab dem Monat, in dem die Gerichtsentscheidung rechtskräftig wird. Ein neues Urteil führt zudem dazu, dass Änderungen in der Rentenhöhe zwischen den ehemaligen Partnern vorgenommen werden, welche durch Unterhaltsansprüche zusätzlich beeinflusst werden können.

Angesichts dieser vielschichtigen Thematik und der in Deutschland jährlich etwa 150.000 Scheidungen, ist der Versorgungsausgleich für viele eine kritische Angelegenheit. Über 40.000 Paare waren im Jahr 2019 sogar mehr als 20 Jahre verheiratet, was die Bedeutung und den Einfluss der finanziellen Regelungen unterstreicht, die während einer Scheidung getroffen werden müssen. Die Deutsche Rentenversicherung bietet sowohl telefonische als auch schriftliche Informationen und Unterstützung über ihre kostenlose Servicenummer und Broschüren zum Thema an, um interessierte Bürger:innen zu informieren und zu beraten (deutsche-rentenversicherung).

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