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Mehr Sicherheit in Thüringer Zügen: Minister plant finanzielles Offensive!

Thüringen steht vor einer dringenden Herausforderung im Bereich der Sicherheit im Nahverkehr. Der Anstieg der Fahrgastzahlen seit der Einführung des Deutschlandtickets hat eine Zunahme von Straftaten in Zügen zur Folge. Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken, plant das Land, mehr finanzielle Mittel für Sicherheitspersonal bereitzustellen. Dies hat Infrastrukturminister Steffen Schütz am 27. Februar 2025 angekündigt, jedoch sind die genauen Finanzierungsdetails noch unklar, da der Landeshaushalt für 2025 Anfang April vom Parlament verabschiedet werden soll.

Die neuen Sicherheitsmaßnahmen sollen in künftigen Verkehrsverträgen verankert werden. Schütz betonte die Notwendigkeit, Sicherheitsstandards festzulegen, die eine verbesserte Präsenz von Sicherheitspersonal und Videotechnik umfassen. Die Verhandlungen über diese neuen Verträge mit den Bahnunternehmen laufen bis Mai. In diesen Verträgen wird eine Sicherheitsquote für zwei Jahre vereinbart, die das Ziel hat, zusätzliches Sicherheitspersonal auf nahezu einer Million Fahrplankilometer einzusetzen und teilweise durch das Land zu finanzieren. Die Auswahl der sicherheitsrelevanten Strecken und Fahrzeiten obliegt den Bahnunternehmen.

Steigende Kriminalität und Sicherheitsbedenken

Der Anstieg von Gewaltdelikten und anderen Straftaten in Bahnhöfen und Zügen ist alarmierend. Die Bundesregierung hat in ihren Berichten offenbart, dass im Jahr 2023 insgesamt 25.640 Gewaltdelikte registriert wurden. Darüber hinaus wurden 1.898 Sexualdelikte, 1.125 Waffendelikte, 57.830 Eigentumsdelikte und 18.382 Betäubungsmitteldelikte gezählt. Diese Zahlen stammen aus der Polizeilichen Eingangsstatistik der Bundespolizei.

Die Sicherheitslage hat sich insbesondere nach der Corona-Pandemie verschärft. In Thüringen wurde ein Anstieg von Delikten wie Beleidigung, Bedrohung, Nötigung und Körperverletzung festgestellt. Die Täterprofile sind vielfältig und nicht auf eine bestimmte Gruppe festzulegen. Ein Großteil der Tatverdächtigen weist deutsche sowie nichtdeutsche Staatsangehörigkeit auf.

Ausblick und geplante Maßnahmen

Im vergangenen Jahr wurden bereits verstärkt Sicherheitskräfte auf der Bahnstrecke Erfurt-Suhl-Meiningen eingesetzt, um auf die steigenden Bedrohungen zu reagieren. Die vermehrte Präsenz von Sicherheitspersonal soll dazu beitragen, die Lage zu stabilisieren und das Sicherheitsgefühl der Fahrgäste zu erhöhen. Die bevorstehenden Verträge und Maßnahmen sind somit ein wichtiger Schritt in eine sichere Zukunft für den Nahverkehr in Thüringen.

Um den internationalen Vergleich nicht aus den Augen zu verlieren, sollten ähnliche Sicherheitsauswertungen und Maßnahmen auch in anderen Bundesländern und auf nationaler Ebene in Betracht gezogen werden, um ein umfassendes Sicherheitsnetz im öffentlichen Verkehr zu schaffen.

Statistische Auswertung

Genauer Ort bekannt?
Thüringen, Deutschland
Beste Referenz
merkur.de
Weitere Infos
bundestag.de

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