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Liebherr verlagert Produktion nach Bulgarien: 350 Jobs in Gefahr!

Die Unternehmensgruppe Liebherr plant, Teile ihrer Fertigung von Bad Schussenried nach Plovdiv in Bulgarien zu verlagern. Diese Entscheidung betrifft insbesondere die Produktbereiche der Fahrmischer und Mischanlagen und wurde als Reaktion auf die sich verschärfenden wirtschaftlichen Rahmenbedingungen getroffen. Wie die Schwäbische Zeitung berichtet, steht die Liebherr-Mischtechnik GmbH unter steigendem Wettbewerbs- und Kostendruck, was durch den konjunkturellen Einbruch im Bausektor noch verstärkt wird.

Aktuell beschäftigt Liebherr in Bad Schussenried insgesamt 706 Mitarbeitende, darunter 44 Auszubildende. Der Stellenabbau, der etwa 350 Mitarbeiter betreffen könnte, soll über einen Zeitraum von drei Jahren sozialverträglich gestaltet werden. Dies wird vorzugsweise durch einvernehmliche Lösungen und natürliche Fluktuation geschehen. Gespräche mit dem Betriebsrat über die geplanten Maßnahmen sind bereits im Gange.

Verlagerung nach Bulgarien

Die schrittweise Verlagerung wesentlicher Produktionsbereiche nach Bulgarien ist für Liebherr eine strategische Entscheidung. Diese wird unter anderem damit begründet, dass viele Wettbewerber bereits seit Jahren in Niedriglohnländern produzieren. Laut einem Bericht von Jim-Bob ist die wirtschaftliche Lage angespannt, was besonders die Betriebskosten betrifft. In Plovdiv betreibt Liebherr bereits seit 2000 Werke und hat dort seit 2019 ein Werk für Betontechnik eröffnet, in dem über 2000 Mitarbeiter beschäftigt sind.

Bad Schussenried bleibt als Produktionsstandort bestehen, jedoch mit einem neuen Fokus. Die Zukunft soll sich auf die Bereiche Betonpumpen, Messtechnik sowie Digitalisierungs- und Innovationsprojekte konzentrieren, um den Herausforderungen der Branche besser gerecht zu werden.

Wirtschaftlicher Druck auf den deutschen Markt

Die geplante Verlagerung bei Liebherr ist nicht das einzige Zeichen für einen wirtschaftlichen Wandel in Deutschland. Immer mehr Unternehmen aus Baden-Württemberg verlagern Stellen ins Ausland oder drosseln die Produktion. Beispiele hierfür sind das Unternehmen Kärcher, welches kürzlich 59 Stellen im Süden Deutschlands abbauen musste, und Bizerba, das plant, jede zehnte Stelle abzubauen. Auch die Schwäbische Zeitung berichtet, dass der Liebherr-Konzern seit Oktober 2023 in seinem Kühlschrankwerk in Ochsenhausen 1350 Mitarbeiter in Kurzarbeit hat, die bis zum 31. März 2024 anhalten könnte.

Diese Entwicklungen werfen Fragen auf über die Zukunft der Produktionsstandorte in Deutschland und den schwindenden Einfluss des Landes im globalen Wettbewerbsumfeld. Der Druck auf Unternehmen, vor allem in der Industrie, könnte signifikante Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt und die Produktionslandschaft der Region haben.

Statistische Auswertung

Genauer Ort bekannt?
Bad Schussenried, Deutschland
Beste Referenz
schwaebische.de
Weitere Infos
jim-bob.com

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