
Am 27. Februar 2025 kam es im Weißen Haus zu einem entscheidenden Treffen zwischen US-Präsident Donald Trump und dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj. Dieses Treffen fand während des anhaltenden Ukraine-Kriegs statt und hatte die Aussicht auf ein umstrittenes Rohstoffabkommen im Fokus. Trump warf während des Treffens Selenskyj vor, eine frühere Äußerung seinerseits, in der er Selenskyj als „Diktator“ bezeichnet haben soll, nicht zu verstehen. Dies entbehrt allerdings der Tatsache, da Trump am 19. Februar auf Truth Social bereits gepostet hatte, Selenskyj solle schnell handeln, um sein Land zu behalten, was international heftige Kritik auslöste, unter anderem von Bundeskanzler Olaf Scholz und britischem Premierminister Keir Starmer.
Obwohl das Treffen zwischen Trump und Selenskyj kurz vor einer Absage stand, gelang es dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron, Trump zu überzeugen, den ukrainischen Präsidenten zu empfangen. Dieses Treffen war das erste nach Trumps Wiederwahl und fand zu einem Zeitpunkt statt, an dem der Krieg in der Ukraine bereits drei Jahre andauerte, ohne dass ein Friedensabkommen oder ein Waffenstillstand in Sicht war. Seit 2022 erhält die Ukraine umfassende Militärhilfe aus dem Westen, die als entscheidend für den Widerstand gegen Russland angesehen wird.
Rohstoffabkommen im Fokus
<pWährend des Treffens erklärte Trump, dass eine Einigung über ein Rohstoffabkommen zwischen den USA und der Ukraine bereits erzielt worden sei, wobei Selenskyj nur noch unterschreiben müsse. Diese Behauptung wurde jedoch von Selenskyj energisch zurückgewiesen, der betonte, dass viele Details des Abkommens noch nicht geklärt seien. Laut dem ukrainischen Präsidenten besteht auch der Bedarf an Sicherheitsgarantien, die bisher scheinbar nicht im Vertrag enthalten sind.
Trump betonte den gegenseitigen Nutzen des Abkommens, das sich auf ukrainische Rohstoffe konzentriert, insbesondere auf Seltene Erden. Ein hochrangiger ukrainischer Regierungsvertreter ließ durchblicken, dass Selenskyj möglicherweise am Freitag in Washington das Vertragspapier unterzeichnen könnte. Dabei ist unklar, ob das Abkommen eine offizielle Bestätigung erfahren wird.
- Die USA und die Ukraine planen einen gemeinsamen verwalteten Fonds für Rohstoffe.
- Die Ukraine soll 50 Prozent der Einnahmen aus staatseigenen Rohstoffen in diesen Fonds einzahlen.
- Die amerikanische Seite erhofft sich von dem Abkommen eine Verringerung der Abhängigkeit von China.
Trump hatte im Vorfeld gefordert, dass Seltene Erden im Wert von 500 Milliarden US-Dollar als Bezahlung für bereits geleistete Militärhilfe geleistet werden müssen. Dieses Ansinnen wurde von Selenskyj jedoch abgelehnt, was zur Reduzierung des Umfangs des Deals beigetragen hat. Der Streit um das Abkommen ist besonders bedeutsam, da es auf die angespannte Beziehung zwischen den USA, der Ukraine und Russland hinweist.
Die strategische Bedeutung der Rohstoffe in der Ukraine wird auch in einem Bericht des Deutschen Bundestags betont, der auf die geopolitische Bedeutung dieser Ressourcen hinweist. Die Ukraine besitzt eine Vielzahl wertvoller Rohstoffe, die während des Krieges zunehmend in den Fokus der internationalen Politik geraten sind und möglicherweise einen entscheidenden Einfluss auf die künftige Sicherheitsarchitektur in Europa haben könnten.
Das Treffen zwischen Trump und Selenskyj stellt einen weiteren Schritt in der geopolitischen Arena dar, in der Rohstoffe eine Schlüsselrolle spielen. Es bleibt abzuwarten, ob das geplante Abkommen tatsächlich zustande kommt und welche Auswirkungen dies auf den Ukraine-Krieg und die internationale Politik haben könnte.
Trumps versuchte Einflussnahme auf die Ukraine und die damit verbundene Rolle der US-Hilfen verdeutlichen die Komplexität der Situation. Einerseits steht der Verteidigungskampf der Ukraine im Zentrum, andererseits sind wirtschaftliche Überlegungen und geopolitische Rivalitäten zwischen den großen Mächten nie weit entfernt.
In dieser kritischen Phase des Ukraine-Kriegs könnte das Rohstoffabkommen sowohl Chancen als auch Risiken für alle beteiligten Akteure bringen.
Für weiterführende Informationen über die Situation der Rohstoffe in der Ukraine sind einschlägige Artikel zu finden, die die strategische Bedeutung dieser Ressourcen näher beleuchten, zum Beispiel unter bpb.de.
op-online.de berichtet, dass …