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Leag-Chef drängt auf neuen Gaskraftwerke-Bau – Zukunft der Energie auf der Kippe!

Der Vorstandsvorsitzende von Leag, Adolf Roesch, fordert von der neuen Bundesregierung Klarheit über den Bau neuer Gaskraftwerke bis Ende des Jahres. Eine rasche Ausschreibung solcher Projekte ist für die Energiewende von entscheidender Bedeutung. Roesch, der seit September 2024 CEO von Leag ist, stellt klar, dass ein Investitionsvolumen von etwa drei Milliarden Euro in die Region um Cottbus fließen könnte. Diese Investitionen sind nötig, um die bevorstehenden Herausforderungen der Energieversorgung zu meistern, die insbesondere in Zeiten von Dunkelflauten auftreten werden, wenn der Ertrag aus erneuerbaren Energien sinkt.Tagesspiegel berichtet über Roeschs Bedenken, da die abgewählte Bundesregierung ein Kraftwerkssicherheitsgesetz nicht verabschieden konnte.

Deutschland plant eine drastische Erhöhung des Anteils erneuerbarer Energien bis zum Jahr 2030, und will diesen auf 65 Prozent des Strommixes anheben. Im Jahr 2021 stammten bereits 41 Prozent des Bruttostroms aus diesen Quellen. Allerdings erzeugen Wind- und Solarenergie nicht konstant Strom, was zu Engpässen führen kann, besonders während einer so genannten „Dunkelflaute“.Deutschlandfunk hebt hervor, dass in Zeiten, in denen Wind- und Sonnenenergie nicht verfügbar sind, der Bedarf durch Backup-Lösungen gedeckt werden muss.

Die Notwendigkeit von Backup-Lösungen

Eine Dunkelflaute stellt sich ein, wenn Wind und Sonne gleichzeitig wenig Energie liefern. Diese Situation wird vor allem in den Wintermonaten zwischen dem 23. Januar und dem 6. Februar kritisch. In der Vergangenheit war Deutschland mehrfach auf konventionelle Kraftwerke angewiesen, um die Stromnachfrage während solcher periods zu decken. Zwischen 2015 und 2020 traten längere Stromflauten dreimal auf, was verdeutlicht, dass der Bedarf an Backup-Kraftwerken erheblich sein könnte.Tagesschau berichtet, dass in einigen Fällen bis zu 95 Prozent des Gesamtbedarfs durch solche Lösungen gedeckt werden müssen.

Der Bau neuer Gaskraftwerke ist daher als essentielle Ergänzung zur Erneuerbaren-Energien-Infrastruktur erforderlich. Roesch sieht die Notwendigkeit, unter diesen Umständen die Planung neuer Gaskraftwerke schnell voranzutreiben. Der Bau eines solchen Kraftwerks kann zwischen vier und sechs Jahren in Anspruch nehmen und ist daher zeitkritisch. Besonders hervorzuheben ist das geplante wasserstofffähige Gaskraftwerk im Industriepark Schwarze Pumpe, das strategisch gelegen ist, um die zukünftigen Energiebedarfe zu bedienen.

Der Strukturwandel und die Folgen für die Beschäftigten

Leag hat durch den Umstieg auf erneuerbare Energien bereits eine Neustrukturierung eingeleitet, die im letzten Jahr zur Reduktion von etwa 500 Stellen geführt hat. Roesch kündigte Gespräche mit rund 5.000 Mitarbeitern über die zukünftigen Perspektiven an. Die Ungewissheit über die zukünftige Mitarbeiterzahl im Jahr 2038 wirft Fragen auf, insbesondere da das Braunkohlekraftwerk Jänschwalde bis Ende 2028 vom Netz genommen werden soll.

Mit dem Kohleausstieg hat Deutschland sich dazu verpflichtet, die Stromerzeugung aus Braunkohle vor 2038 zu beenden. Das Kohleausstiegsgesetz sieht vor, dass die letzten Braunkohlekraftwerke schrittweise stillgelegt werden. Der bereits frühere Ausstieg im Rheinischen Kohlerevier verdeutlicht die Dringlichkeit von Maßnahmen zur Sicherstellung der Versorgung.Deutschlandfunk stellt klar, dass ein schneller Ausbau von Wind- und Photovoltaikanlagen notwendig ist, um den Strombedarf bis 2030 zu sichern.

Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass die Energiewende großen Herausforderungen gegenübersteht. Die Pläne von Leag, Gaskraftwerke zur Stabilisierung des Netzes zu bauen, stehen in direkter Verbindung mit dem Bedarf an Backup-Kapazitäten in einer zunehmend fluktuierenden Energieumgebung.

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