
Das interdisziplinäre Symposium „ISINA“ für Nachwuchswissenschaftlerinnen rückt näher und bietet eine Plattform für Frauen in den MINT-Bereichen. Vom 2. bis 3. April 2025 findet die Veranstaltung an der Technischen Universität Chemnitz im Weinhold-Bau, Reichenhainer Straße 70, statt. Der Anmeldeschluss für Interessierte ist der 23. März 2025. „ISINA“ feiert zudem ein Jubiläum und markiert 10 Jahre Engagement für Frauen in MINT im Jahr der Kulturhauptstadt.
Die Zielgruppe umfasst Studentinnen, Nachwuchswissenschaftlerinnen sowie etablierte Forscherinnen aus den Fachbereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. Die Veranstaltung, die in Präsenz durchgeführt wird, ist darauf ausgelegt, den fachlichen und interdisziplinären Austausch zu fördern. Beteiligt sind hochkarätige Expertinnen aus Wissenschaft und Wirtschaft, die eingeladen sind, ihr Wissen und ihre Erfahrungen zu teilen.
Ziele und Programm
Das Hauptziel von „ISINA“ besteht in der Förderung und Karriereentwicklung von MINT-Wissenschaftlerinnen. Hierbei wird auch die Sichtbarkeit und Vernetzung dieser Frauen gestärkt. Geplant sind Fachvorträge sowie Workshops zu Themen wie Soft Skills und Karriereförderung. Den Eröffnungsvortrag hält Prof. Dr. Elizabeth von Hauff von der TU Dresden.
Die Initiatorinnen der Veranstaltung sind Karla Kebsch, Gleichstellungsbeauftragte der TU Chemnitz, und Prof. Dr. Olfa Kanoun, Professorin für Mess- und Sensortechnik an der gleichen Hochschule. Für Fragen und weitere Informationen können sich Interessierte an die ISINA-Koordinatorin Maika Filz wenden. Sie ist telefonisch unter 0371 531-34542 erreichbar oder per E-Mail unter isina@tu-chemnitz.de.
Herausforderungen für Frauen in MINT
In der Wissenschaft sind Frauen nach wie vor unterrepräsentiert, besonders in höheren akademischen Positionen. Aktuell liegt der Anteil der Professorinnen in Deutschland bei lediglich 28 Prozent, während der Anteil der Doktorandinnen 46 Prozent beträgt. Diese Kluft verdeutlicht den Begriff der „Leaky Pipeline“: Die Abwanderung von Frauen aus der Wissenschaft.
Dr. Mareen Derda, Prodekanin für Gleichstellung an der TU Berlin, weist auf die Notwendigkeit einer vielfältigeren Wissenschaft hin. Um dem Fachkräftemangel in technischen Berufen entgegenzuwirken, der über 200.000 unbesetzte Stellen betrifft, hat das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) ein Förderprogramm mit 320 Millionen Euro bis 2030 ins Leben gerufen, um die Gleichstellung an Hochschulen zu stärken.
Zusätzlich wird der internationale Tag der Frauen und Mädchen in der Wissenschaft am 11. Februar 2025 begangen. Dieser Tag soll die Erfolge von Frauen in MINT-Disziplinen sichtbarer machen und Inspiration für Mädchen bieten. Veranstaltungen, wie der „sisTUrday von Frauen für Frauen“ am 7. März 2025, unterstützen FLINTA-Personen (Frauen, Lesben, Inter-, Nicht-binäre, Trans- und Agender-Personen) und bieten weitere Möglichkeiten zur Vernetzung.
Das interdisziplinäre Symposium „ISINA“ zielt darauf ab, solchen Herausforderungen zu begegnen, indem es Plattformen für Zusammenarbeit und Austausch schafft. Damit liefert die TU Chemnitz einen wichtigen Beitrag zur Förderung von Frauen in den MINT-Berufen und zur Stärkung der Diversität in der Wissenschaft.
Für weitere Informationen über die Veranstaltung „ISINA“ besuchen Sie bitte die Website der TU Chemnitz oder sehen Sie die Details auf DVB Bayern.