München

Satellitennavigation in Gefahr: Experten warnen vor Störungen und Spoofing!

Vom 26. bis 28. März 2025 findet der Munich Satellite Navigation Summit statt, veranstaltet von der Universität der Bundeswehr München und dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt. Diese internationale Zusammenkunft bringt Expertinnen und Experten der Satellitennavigation zusammen, um über die Absicherung von Navigationssystemen zu beraten. Der Gipfel steht unter dem Motto „Resilient PNT – Backbone of Autonomy and Critical Infrastructure“ und zielt darauf ab, die wichtige Rolle der Satellitennavigation in Bereichen wie Verkehr, Transport, Informationstechnik und Telekommunikation zu beleuchten.

Die Abhängigkeit von präzisen Daten zur Ortung, Navigation und Zeitmessung, insbesondere über Systeme wie „Galileo“, ist unbestritten. Gleichzeitig ist die Gefahr von Störungen durch Jamming und Spoofing hoch. Jamming, das das Empfangen echter Satellitensignale erschwert, und Spoofing, das falsche Daten übermittelt, stellen ernsthafte Risiken für die Sicherheit von Luft- und Schifffahrt dar. Laut der ITU, ICAO und IMO hat die Zahl solcher Störungen weltweit zugenommen, weshalb sofortige Schutzmaßnahmen gefordert werden.

Risiken und Herausforderungen

Die Zahl der Störungen von globalen Navigationssatellitensystemen (GNSS) ist seit 2019 gestiegen. Untersuchungsergebnisse zeigen, dass GPS, GLONASS, Galileo und BeiDou nicht nur für militärische Zwecke, sondern auch für kommerzielle Anwendungen entscheidend sind. Mit einer aktuellen Genauigkeit von typischerweise einem Meter sind GNSS-Systeme, die Signale von Satelliten aus einer mittleren Erdumlaufbahn empfangen, jedoch anfällig für schwache und störanfällige Signale.

Prof. Thomas Pany von der Universität der Bundeswehr München hebt hervor, dass der internationale rechtliche Rahmen zur Regelung von Verantwortlichkeiten bei Störungen seit März 2025 verbessert wurde. Zukünftige Dienste von Galileo sollen mit authentifizierten Signalen ausgestattet werden, um Spoofing zu erschweren und die Sicherheit zu erhöhen.

Umsetzung von Schutzmaßnahmen

Um den Herausforderungen durch Jamming und Spoofing zu begegnen, wird ein mehrgleisiger Ansatz empfohlen. Mitgliedstaaten sollen Maßnahmen zur Verbesserung der Systemresilienz ergreifen und die konventionelle Navigationsinfrastruktur als Notfallunterstützung beibehalten. Zudem sind Techniken zur Erkennung von Jamming entscheidend. Horizon-Blockierende Antennen und Signalfilterung können dazu beitragen, die Auswirkungen schädlicher Störungen zu verringern. Im Gegensatz dazu erfordert Spoofing, das mit anspruchsvoller Technologie durchgeführt wird, erst recht innovative Vorgehensweisen zur Erkennung.

Die Veranstaltung wird durch zahlreiche Fachvorträge, Diskussionen und eine Ausstellung ergänzt. Zudem sind ein Staatsempfang in der Münchner Residenz und der Aktionstag „Tag der Raumfahrt“ geplant, an dem öffentliche Sessions stattfinden werden. Angesichts der kontinuierlichen Zunahme der Abhängigkeit von satellitengestützter Navigation ist es unerlässlich, die Sicherheit und Resilienz dieser Systeme zu gewährleisten und zu stärken, um potenzielle Risiken zu minimieren.

Der Munich Satellite Navigation Summit 2025 steht damit im Zeichen dringender Herausforderungen und der Notwendigkeit, innovative Lösungen für die satellitengestützte Navigation zu finden. Eine verstärkte internationale Zusammenarbeit und der Austausch bewährter Verfahren sind unerlässlich, um die Komplexität der Sicherheitsbedrohungen zu adressieren.

Für weitere Informationen besuchen Sie bitte die jeweiligen Berichte: Universität der Bundeswehr München, Safran Navigation Timing und ITU.

Statistische Auswertung

Genauer Ort bekannt?
München, Deutschland
Beste Referenz
unibw.de
Weitere Infos
safran-navigation-timing.com

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