
Am 1. April 2025 zeigt sich Nordrhein-Westfalen (NRW) mit einem außerordentlich warmen Start in den Monat. Die erste Aprilwoche verspricht Temperaturen, die am Donnerstag und Freitag bis zu 22 Grad erreichen könnten. Im Vergleich zu den üblichen Höchstwerten im April, die zwischen 10 und 15 Grad liegen, stellt dieses Wetterphänomen eine beachtliche Abweichung dar. Meteorologe Dominik Jung spricht von einer „blockierenden Wetterlage“, die durch ein stabiles Hochdruckgebiet verursacht wird und die vorherrschende Westwindströmung unterbricht, was warme Luftströmungen aus dem Süden nach NRW leitet. Die ersten Tage dieser Woche, insbesondere Dienstag und Mittwoch, werden mit Höchstwerten zwischen 13 und 16 Grad recht mild sein.
Obwohl die Sonne strahlt und lediglich wenige Wolken am Himmel stehen, bleibt die Polarluft präsent. In den Nächten, insbesondere in der Nacht zu Samstag, besteht frostige Gefahr, wenn die Temperaturen auf 0 bis -4 Grad Celsius sinken. Der Temperaturverlauf lässt auch für das Wochenende, mit Tageshöchstwerten von 12 bis 18 Grad, eine Abkühlung erwarten.
Klimawandel und Extremwetter
Diese aktuellen Wetterphänomene stehen im Kontext eines sich verändernden Klimas. Laut einem Bericht der Arbeitsgruppe I des Weltklimarats (IPCC) aus August 2021, has sich die Oberflächentemperatur der Erde schneller erhöht als in den letzten 2000 Jahren. Der Klimawandel wird als Hauptursache für die Zunahme von Extremwetterereignissen identifiziert. Dies umfasst nicht nur Hitzewellen, wie sie zuletzt in Kanada und Nordamerika auftraten, sondern auch wetterbedingte Ereignisse wie die verheerende Hochwasserkatastrophe in Deutschland im Juli 2021, die über 180 Menschenleben forderte und zahlreiche Existenzen zerstörte.
Die steigende Häufigkeit solcher Extremereignisse ist eng verbunden mit einer globalen Erderwärmung, die die Wahrscheinlichkeit von Starkregenfällen in Westeuropa um das 1,2- bis 9-fache erhöht hat. Der Klimawandel wirkt sich stark auf Niederschlagsmuster aus; die maximale Niederschlagsmenge hat sich um 3 bis 19 Prozent erhöht. Experten warnen, dass Deutschalnd dringend Maßnahmen ergreifen muss, um die Erderhitzung zu begrenzen und sich gleichzeitig auf die anhaltenden Klimaveränderungen einzustellen.
Zur Minderung dieser Risiken fordert der WWF von der Bundesregierung unter anderem einen schnelleren Ausstieg aus fossilen Energien und den Ausbau erneuerbarer Energiequellen. Außerdem wird ein Fokus auf ökologische Lösungen empfohlen, um den Hochwasserschutz zu verbessern, unter anderem durch die Rückgewinnung natürlicher Überflutungsflächen. Es wird klar, dass Maßnahmen gegen die Klimakrise unerlässlich sind, um zukünftige Katastrophen zu verhindern und eine nachhaltige Zukunft zu sichern.