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Wassergöttin kehrt zurück: Rätselhafter Fund ab Freitag in Bad Königshofen!

Eine faszinierende archäologische Entdeckung aus Unterfranken erblickt endlich das Licht der Öffentlichkeit. Die mehrere Tausend Jahre alte Keramikfigur, bekannt als „Wassergöttin“, wird ab Freitag in Bad Königshofen (Landkreis Rhön-Grabfeld) ausgestellt. Der Fund, der während des Vorbereitungsprozesses für Straßenbauarbeiten in einem Wasserloch in Mönchstockheim (Landkreis Schweinfurt) erfolgte, zieht nicht nur aufgrund seines Alters, sondern auch wegen seiner mysteriösen Funktion und Geschlecht die Aufmerksamkeit der Fachwelt auf sich.

Die Figur, die eine Höhe von 19 Zentimetern misst, wurde im Juli 2022 entdeckt, als Archäologen in einer vorgeschichtlichen Rinne aus der Hallstattzeit (8. bis 6. Jahrhundert v. Chr.) nach Wasserentnahmemöglichkeiten suchten. Experten haben die Figur gründlich gereinigt; das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege setzte dazu die Airbrush-Technik ein, um das Gesicht der Wassergöttin freizulegen. Aufgrund fehlender Vergleichsfunde bleibt die Zuordnung und genaue Funktion des Objekts ungewiss. Einige Interpretationen deuten darauf hin, dass die Löcher an den Seiten des Kopfes möglicherweise auf eine mit Metallringen oder Nadeln verzierte Haube hinweisen, die hallstattzeitlichen Frauen als Kopfschmuck zugeschrieben wird.

Öffentliche Ausstellung und weitere Pläne

Die Ausstellung trägt den Titel „Das Rätsel der Wassergöttin – Kult der Vorzeit in Franken“ und ist bis zum 20. Juli geplant. Nach der Ausstellung ist vorgesehen, dass die Statue durch andere Museen tourt, um sicherzustellen, dass sie nicht im Depot verschwindet. Dies verdeutlicht das Engagement der Archäologischen Staatssammlung, die neben ihrem Hauptsitz in München auch acht weitere Zweigmuseen in Bayern betreibt, um bedeutende Exponate regional näherzubringen.

Die Zweigmuseen sind nicht nur für Fachleute von Interesse. Sie bieten vor allem Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit, die Geschichte ihrer unmittelbaren Umgebung besser zu verstehen. Rund 6.000 Exponate sind in diesen Museen verteilt, die die archäologischen Funde in Bayern veranschaulichen und die Besonderheiten der kulturgeschichtlichen Entwicklung im lokalen Umfeld darstellen.

Das Rätsel der Wassergöttin

Die Wassergöttin hat überregionale Aufmerksamkeit erregt, nicht nur durch ihre außergewöhnliche Herkunft, sondern auch weil ihre fehlenenden Körperteile keine klare Aussage über das Geschlecht zulassen. Die Vorderfläche des Oberkörpers ist verloren gegangen, und die Beine sind nur ansatzweise erhalten. Die Unsicherheiten um die Figur verstärken das allgemeine Interesse an diesem archäologischen Fund. Die Fachwelt wird nicht müde, mögliche Erklärungen und kulturelle Kontexte zu diskutieren.

Mit dem Ziel, bedeutende historische Funde erlebbar zu machen, setzt die Archäologische Staatssammlung auf eine nahe und barrierefreie Präsentation der Exponate in den Zweigmuseen. Zu den barrierefreien Museen gehören Bad Königshofen, Forchheim, Manching, Mindelheim und Weißenburg, wodurch der Zugang zu Geschichte und Kultur weiterhin gefördert wird.

Die Wassergöttin kehrt nun also in ihre Fundregion zurück und wird hier fortan als bedeutendes Kulturzeugnis der Vorzeit lebendig gehalten. In einer Zeit, in der das Bedürfnis nach kulturellen Wurzeln und historischen Verbindungen größer ist denn je, wird die Ausstellung sowohl Wissenschaftler als auch die breite Öffentlichkeit in ihren Bann ziehen.

Weitere Informationen zur Ausstellung finden sich auf PNP und Die Bayern.

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Bad Königshofen, Deutschland
Beste Referenz
pnp.de
Weitere Infos
diebayern.de

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