
Der Eurovision Song Contest (ESC) ist ein Langzeit-Phänomen in der europäischen Musiklandschaft. Er wird seit 1956 jährlich von der Europäischen Rundfunkunion (EBU) veranstaltet und zieht in jedem Jahr mehr als 180 Millionen Zuschauer in seinen Bann. Deutschland hat eine herausragende Rolle in dieser Geschichte gespielt, hat das Event jedoch auch einige Male nicht aus den besten Perspektiven heraus erlebt.
Insgesamt hat Deutschland an 68 ESCs teilgenommen und ist damit das teilnehmerstärkste Land. Einzig im Jahr 1996 musste Deutschland pausieren. Von den bisherigen Teilnahmen sind die Höhepunkte der Sieg von Nicole im Jahr 1982 mit „Ein bißchen Frieden“ und der Gewinn von Lena 2010 mit „Satellite“, was auch als einer der Gründe angesehen wird, warum Deutschland international präsenter ist. Daneben gibt es auch traurigere Kapitel, wie die neun letzten Plätze, die das Land belegt hat, sowie die historische Reihe an großen Künstlern, die beim deutschen Vorentscheid scheiterten.
Bekannte Künstler und ihre ESC-Versuche
Eine Vielzahl prominenter Künstler hat es nicht geschafft, beim ESC über den Vorentscheid hinauszukommen. Ein Beispiel ist Helene Fischer, die immer wieder als Kandidatin diskutiert wurde, jedoch nie antrat. Scooter versuchte 2004 mit ihrem Song „Jigga Jigga!“ und belegte den zweiten Platz hinter Max Mutzke. Auch Sabrina Setlur und G. G. Anderson scheiterten, letzterer erreichte 1988 mit „Hättest du heut‘ Zeit für mich“ Rang 4, aber nicht das Finale.
Weitere bemerkenswerte Versuche stammen von den No Angels, die 2008 im Finale mit „Disappear“ den letzten Platz belegten, und von Katja Ebstein, die dreimal hohe Platzierungen erreichte, jedoch 1975 und 1980 am Vorentscheid scheiterte. Roland Kaiser und die Kelly Family sind ebenfalls prominente Namen, die im Vorentscheid nicht erfolgreich waren. Michelle konnte 2001 Platz 8 erreichen, während Marianne Rosenberg 1975 mit „Er gehört zu mir“ immerhin den 10. Platz belegte.
Deutschlands Teilnahmehistorie und -erfolge
Die erste Teilnahme Deutschlands beim ESC fand 1956 statt, als Margot Hielscher Platz 4 belegte. Seitdem gab es sowohl Erfolge als auch Rückschläge. Insgesamt konnte Deutschland zwei Mal den Wettbewerb gewinnen, 1982 und 2010, sowie vier Mal den zweiten und fünf Mal den dritten Platz erreichen. Die Tatsache, dass Deutschland in den letzten Jahren einige der niedrigsten Platzierungen erzielt hat, unterstreicht die Herausforderungen, mit denen das Land konfrontiert ist, darunter letzte Plätze in 1964, 1965, 2015, 2016, 2022 und 2023.
Die Deutschen müssen besonders abschreckende 0 Punkte 1964 und 1965 hingenommen. Der Punkteschnitt über die Jahre liegt bei 54,73. Die meist gesendeten Sprachen sind Deutsch und Englisch, wobei 43,25 % der Beiträge in deutscher Sprache verfasst wurden, was den Einfluss der hiesigen Kultur auf den ESC zeigt.
Insgesamt dokumentiert die deutsche Geschichte im Eurovision Song Contest eine Reise von großen Erfolgen bis hin zu schmerzhafteren Momenten. Mit zahlreichen großen Namen, die durch den Vorentscheid gefallen sind, bleibt die Frage, wie die Zukunft Deutschlands beim ESC aussehen könnte und ob neue Talente die Fahne der Nation in den kommenden Jahren wieder hochhalten werden.
Für mehr Informationen über die deutsche Teilnahme am Eurovision Song Contest besuchen Sie Rosenheim24 oder Wikipedia.de.