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Jahrhundertkatastrophe in Myanmar: Über 3.300 Tote nach Erdbeben!

In Myanmar hat ein verheerendes Erdbeben, das als „Jahrhundertkatastrophe“ bezeichnet wird, die Region schwer getroffen. Laut Berichten von bnn.de sind bislang mindestens 3.354 Todesopfer registriert worden, während mehr als 220 Menschen als vermisst gelten. Das Erdbeben der Stärke 7,7 ereignete sich vor etwa einer Woche und hinterließ in den betroffenen Regionen Sagaing, Mandalay und Naypyidaw eine Spur der Zerstörung.

Die meisten der geborgenen Leichen wurden in der Nähe von Mandalay gefunden, wo 2.122 Tote identifiziert werden konnten. Tom Fletcher, der UN-Nothilfekoordinator, beschreibt die Zerstörung als unglaublich und Experten befürchten, dass die Zahl der Opfer weiter steigen könnte. Die Situation wird durch die anhaltenden Konflikte im Land zusätzlich erschwert, da Myanmar seit einem Putsch im Jahr 2021 von einer Militärregierung geführt wird.

Waffenruhe zur Unterstützung der Rettungsmaßnahmen

Trotz der grauenhaften Umstände hat die Militärjunta eine vorübergehende Waffenruhe für den Zeitraum vom 2. bis zum 22. April angekündigt, um der Erdbebenhilfe Rechnung zu tragen. Vor dieser Erklärung hatten einige bewaffnete Gruppen einseitige Waffenstillstände erklärt. Allerdings sind auch in dieser Phase militärische Aktivitäten nicht vollständig zum Erliegen gekommen.

Die Junta fordert ethnische Gruppen und lokale Milizen dazu auf, von Angriffen auf Sicherheitskräfte abzusehen, andernfalls drohen ihnen massive Repressalien. Die Lage ist kritisch, und die Hilfsorganisationen warnen, dass die Zahl der Vermissten möglicherweise deutlich höher ist als die offiziellen Angaben. Schwierigkeiten bei der Schadens- und Bedarfsanalyse bestehen aufgrund von Kommunikationsausfällen, Zugangsbeschränkungen und den nach wie vor aktuellen Konflikten.

Internationale Hilfsmaßnahmen und Risiken für Helfer

Eine bemerkenswerte Rettungsaktion meldete, dass nach fünf Tagen ein 26-Jähriger lebend aus den Trümmern eines Hotels gerettet werden konnte, wobei türkische Einsatzkräfte beteiligt waren. Auch eine ältere Frau wurde nach mehr als 90 Stunden lebend geborgen. Dennoch bleibt die Hoffnung auf weitere Überlebende gering. Junta-Chef Min Aung Hlaing äußerte sich skeptisch bezüglich der Möglichkeit, weitere Verschüttete zu finden.

Die EU hat reagiert und eine Luftbrücke gestartet, die 80 Tonnen Hilfsgüter wie Zelte, Wasser und medizinische Produkte von Kopenhagen zu UNICEF bringen soll. Dies zeigt das dringende Bedürfnis nach humanitärer Unterstützung in einer Region, die bereits vor dem Erdbeben von einem Bürgerkrieg geplagt wurde, der den Zugang zu wichtigen Hilfsgütern erheblich erschwert.

Hilfsorganisationen sind unter wachsendem Druck, da sich die Zahl der Menschen, die humanitäre Hilfe benötigen, in vielen Teilen der Welt vergrößert. Aktuell müssen weltweit rund 134 Millionen Menschen in 41 Ländern auf Unterstützung hoffen. Die Herausforderungen sind enorm, und man kann nicht übersehen, dass die größten Katastrophen oft in gefährlichen Regionen stattfinden.

In diesem Kontext setzt sich die Organisation Aktion Deutschland Hilft e.V., gegründet 2001, für schnelle und effektive Hilfe bei großen Katastrophen ein. Sie stehen an der Frontlinie, um den betroffenen Menschen beizustehen und deren Bedürfnisse zu berücksichtigen. Diese Anstrengungen werden besonders am internationalen Tag der humanitären Hilfe gewürdigt, der jährlich am 19. August begangen wird.

Statistische Auswertung

Genauer Ort bekannt?
Mandalay, Myanmar
Beste Referenz
bnn.de
Weitere Infos
tagesschau.de

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