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Abschiebungen in Deutschland: Rekordzahlen und neue Herausforderungen!

Die Zahlen über Abschiebungen aus Deutschland zeigen einen besorgniserregenden Anstieg. Im Jahr 2024 wurden insgesamt 20.084 Menschen aus Deutschland abgeschoben, was einem Anstieg von 22 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Besonders hohe Zahlen sind dabei vor allem bei Abschiebungen in die Türkei und den Irak zu verzeichnen. So wurden 2024 insgesamt 1.087 Personen in die Türkei zurückgeführt – ein Anstieg von 28,8 Prozent gegenüber 2023. Auch die Rückführungen in den Irak stiegen auf 699, während es im Jahr 2023 nur 300 waren. Dies wird von der irakischen Regierung positiv aufgenommen, die sich kooperativer bei der Rücknahme ihrer Staatsbürger zeigt, wie bnn.de berichtet.

Doch während Abschiebungen ansteigen, ist die Situation für viele abgelehnte Asylbewerber kompliziert. In Deutschland leben derzeit mehr als 220.000 Menschen mit einer „vollziehbaren Ausreisepflicht“, von denen nur ein Bruchteil tatsächlich abgeschoben wird. Hinsichtlich der praktischen Umsetzung der Abschiebungen sind die deutschen Behörden gefordert. Jeder Fall erfordert erhebliche Ressourcen von Ausländerbehörden sowie von Landes- und Bundespolizei, und oft scheitern Abschiebungen an bürokratischen Hürden oder der Weigerung von Herkunftsländern, Rückführungen zu akzeptieren, wie tagesschau.de erklärt.

Herausforderungen im Abschiebesystem

Ein weiteres Problem liegt im Dublin-Verfahren, das die Verantwortung für die Bearbeitung von Asylanträgen auf die EU-Länder verteilt. Laut rule_4_plain blieben in den Jahren 2023 und 2024 zahlreiche Überstellungsanträge unbearbeitet; während Deutschland 74.622 Überstellungen beantragte, fanden nur 5.053 tatsächlich statt. Diese Ungereimtheiten führen dazu, dass viele abgelehnte Asylbewerber in Deutschland bleiben, auch wenn sie es eigentlich nicht dürften.

Die Herausforderungen im Abschiebesystem sind zahlreich. Anpassungen und Verzögerungen in der Bürokratie behindern die Rückführung abgelehnter Asylbewerber. Während beispielsweise die Unterstützung für freiwillige Ausreisen gegeben wird, bleibt die akute Situation für viele abgelehnte Personen angespannt. Unterstützernetzwerke warnen oft vor Abschiebeflügen, was dazu führt, dass Betroffene untertauchen. In Brandenburg kehrten im Jahr 2024 etwa 72 Prozent der abgeschobenen Dublin-Fälle innerhalb von vier Wochen zurück. Diese Rückkehrrate stellt die Wirksamkeit der aktuellen Abschiebepraxis infrage.

Statistiken und Auswirkungen

Die aktuellen Statistiken bieten einen Einblick in das umfassende Problem: 2024 wurden nur 66 Personen in den Iran oder nach Russland abgeschoben. Von den insgesamt 220.808 ausreisepflichtigen Personen waren 178.512 geduldet. Eine solche hohe Zahl an geduldeten Personen zeigt die Schwierigkeiten und die finanziellen Belastungen, die auf den Behörden lasten, um eine rechtlich einwandfreie Rückführung zu gewährleisten. Diese Problematik spiegelt sich auch in den Aussagen von Behördenvertretern wider, die über den „Irrsinn“ der Dublin-Abschiebungen sprechen.

Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass Deutschland vor großen Herausforderungen im Umgang mit Asylbewerbern steht. Die steigenden Abschiebungszahlen nach Georgien, Nordmazedonien, der Türkei und dem Irak machen deutlich, dass ein Umdenken in der Politik und im Abschiebesystem notwendig ist, um die Situation für alle Beteiligten zu verbessern.

Statistische Auswertung

Genauer Ort bekannt?
Wünsdorf, Deutschland
Beste Referenz
bnn.de
Weitere Infos
tagesschau.de

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