Deutschland

Aufregung in Ritterhude: Schulfusion sorgt für hitzige Debatte!

In der Gemeinde Ritterhude sorgt die geplante Schulstandortentwicklung für hitzige Debatten. Die Verwaltung hat Vorschläge zur Fusionierung der Grundschulen in Ihlpohl und Platjenwerbe präsentiert, die bei vielen Bürgern Besorgnis auslösen. Laut einem Bericht von Weser-Kurier wurde das Thema in politische Fraktionen übergeben, wo es zur Beratung diskutiert wird. Rückkehr auf die Tagesordnung der Fachausschüsse wurde bereits angekündigt.

Im Rahmen der Vorschläge steht ein Ausbau der Schule an der Jahnstraße von vier- auf fünfzügig zur Debatte. Gleichzeitig wird empfohlen, Ihlpohl von einer zweizügigen auf eine vierzügige Schule auszubauen und diese zu einer Ganztagsschule umzuwandeln. Platjenwerbe soll hingegen von zwei- auf einzügig schrumpfen und bereits um 13 Uhr schließen. Diese Vorschläge basieren auf einem Gutachten, das den Ist-Zustand der Gebäude und den Ganztagesbetreuungsbedarf analysiert.

Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung

Ab dem Schuljahr 2026/2027 haben Grundschüler einen Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung, was den Druck auf die Schulpolitik erhöht. Bürger aus Platjenwerbe und den umliegenden Ortsteilen sind alarmiert und haben bereits mehrere Informationsveranstaltungen organisiert sowie Unterschriften gesammelt – insgesamt 2.149, unterstützt von etwa 20 Helfern seit Dezember 2024. Der Wunsch, eigene Schulen zu erhalten, ist stark ausgeprägt, da eine Umfrage unter Eltern zeigt, dass nur wenige bereit sind, ihre Kinder zur Schule nach Ihlpohl zu schicken.

Mehrere Fraktionen haben reagiert und eigene Anträge im Ausschuss für Bildung und Soziales formuliert. So fordert die CDU den Erhalt der Grundschulen in Platjenwerbe und Ihlpohl als eigenständige Einrichtungen mit spezifischen Vorschlägen zur Schulgröße und -organisation. Die FDP schlägt die Prüfung eines Neubaus in Ihlpohl und in Platjenwerbe vor, während die Grünen den Neubau einer Kita und den weiteren Ausbau der Jahnstraße in Betracht ziehen. Auch die Bürgerfraktion spricht sich für die Ganztagsbetreuung an beiden Schulen aus.

Hintergrund zur Ganztagsbildung

Der Kontext dieser Schuldebatte zeigt die langfristige Entwicklung hin zu Ganztagsangeboten, die laut einer Studie zur Entwicklung von Ganztagsschulen, veröffentlicht auf ganztagsschulen.org, in allen 16 Bundesländern stattfindet. Das Ziel dieser länderübergreifenden Initiative ist es, empirische Daten zu den Strukturen und Wirkungen von Ganztagsangeboten zu erheben und somit die Qualität der Schulbildung zu verbessern.

Diese Entwicklungen werden durch die Ergebnisse der Kultusministerkonferenz unterstützt, die einen Beschluss zur Entwicklung einer kooperativen Ganztagsbildung in der Sekundarstufe I gefasst hat. Die Handlungsempfehlungen beinhalten Aspekte der Zusammenarbeit zwischen öffentlichen und freien Trägern der Jugendhilfe sowie Schulen, um die Ganztagsangebote weiter zu optimieren. Die Schulleitungen übernehmen dabei eine zentrale Rolle in der Verantwortung für die Ganztagsangebote, was die Relevanz der aktuellen Diskussion in Ritterhude unterstreicht.

Die nächsten Schritte in dieser Debatte sind bereits terminiert: Der Finanzausschuss sowie der Rat von Ritterhude treffen sich am 31. März und 3. April öffentlich im Rathaus, um die Fortschritte und Ideen zu erörtern und entscheidungsrelevant zu diskutieren.

Statistische Auswertung

Genauer Ort bekannt?
Ritterhude, Deutschland
Beste Referenz
weser-kurier.de
Weitere Infos
ganztagsschulen.org

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