
Der Landeschef der AfD, Markus Frohnmaier, hat angekündigt, sich am 9. Mai 2024 zu seiner möglichen Spitzenkandidatur für die anstehende Landtagswahl 2026 in Baden-Württemberg zu äußern. Frohnmaier, der seit 2017 als Bundestagsabgeordneter tätig ist und eng mit AfD-Chefin Alice Weidel zusammenarbeitet, genießt innerhalb der Partei einen hohen Rückhalt. Mehrere Parteifunktionäre, darunter der Co-Landeschef Emil Sänze, befürworten Frohnmaier als geeigneten Spitzenkandidaten und erwarten eine große Zustimmung auf einem bevorstehenden Parteitag.
Unterstützung erhält Frohnmaier auch von Marc Bernhard, einem AfD-Bundestagsabgeordneten aus Karlsruhe. Bernhard hebt hervor, dass Frohnmaier hervorragend geeignet ist und möchte ihn beim Parteitag offiziell vorschlagen. Die Landtagswahl in Baden-Württemberg findet am 8. März 2026 statt und wird von allen Parteien als entscheidend für die zukünftige politische Ausrichtung des Bundeslandes betrachtet.
Aktuelle Umfragewerte und Stimmenanteile
Die AfD verzeichnet derzeit in Umfragen einen Aufwärtstrend. Im Vergleich zur letzten Landtagswahl, bei der die Partei 9,7 Prozent der Stimmen erhielt, zeigen aktuelle Umfragen, dass die AfD ihren Stimmenanteil auf 15 Prozent steigern könnte. Bei der letzten Bundestagswahl im Februar 2023 erreichte die AfD im Südwesten sogar 19,8 Prozent.
Trotz dieser positiven Umfrageergebnisse sieht die Partei jedoch geringen Chancen auf eine Regierungsbeteiligung in Baden-Württemberg. Alle anderen im Landtag vertretenen Parteien haben eine Zusammenarbeit mit der AfD kategorisch abgelehnt. Die politische Landschaft ist stark polarisiert, was die Möglichkeit einer Koalitionsbildung erheblich erschwert.
Koalitionsmöglichkeiten im politischen Kontext
Die aktuellen Koalitionen in Baden-Württemberg, insbesondere die zwischen Bündnis 90/Die Grünen und der CDU, stehen in der politischen Diskussion. Solche Koalitionen müssen mindestens 120 Sitze zusammen haben, um eine Mehrheit von über 61 Mandaten zu erzielen. Viele Analysten betrachten theoretische Veränderungen der Sitzverteilung als möglich, insbesondere wenn einige Parteien die Fünf-Prozent-Hürde in der bevorstehenden Wahl nicht überwinden sollten.
Die derzeitige politische Konstellation in Baden-Württemberg könnte daher auf ein starkes Interesse an alternativen Regierungsbildungen hinweisen, auch wenn die AfD weiterhin mit der Herausforderung konfrontiert ist, ihre Zusammenarbeit mit anderen Parteien durchzusetzen. Viele Beobachter der politischen Entwicklungen in Baden-Württemberg sind gespannt, welche Entscheidungen auf dem Parteitag im Mai getroffen werden und welche Auswirkungen Frohnmaiers etwaige Kandidatur für die Zukunft der AfD haben könnte.