
Markus Frohnmaier, der derzeitige AfD-Landeschef von Baden-Württemberg, hat sich bereit erklärt, als Spitzenkandidat seiner Partei für die Landtagswahl 2026 ins Rennen zu gehen. Emil Sänze, Co-Chef der AfD in Baden-Württemberg, bestätigte, dass Frohnmaier im Landesvorstand große Zustimmung erhält und als geeigneter Kandidat für das Ministerpräsidentenamt angesehen wird. Sänze hebt hervor, dass Frohnmaier über ein geschärftes politisches Profil verfügt und plant, bis zur Wahl weiterhin im Bundestag aktiv zu bleiben.
Trotz der internen Unterstützung gibt es auch kritische Stimmen. Gegner werfen Frohnmaier eine zu enge Verbindung zu Russland vor, was die öffentliche Wahrnehmung seiner Kandidatur beeinflussen könnte. Die AfD hat jedoch nach der Wahl im März 2026 ambitionierte Pläne, das Ministerpräsidentenamt zu stellen. Allerdings scheint eine Zusammenarbeit mit anderen Parteien, die diesem Vorhaben eine Absage erteilen, weitgehend ausgeschlossen.
Planung der Kandidatur
Markus Frohnmaier beabsichtigt, sich am 9. Mai 2024 offiziell zu seiner Kandidatur zu äußern. Bei dieser Gelegenheit wird er seine Erwartungen und Pläne darlegen. Diese Erklärung könnte entscheidend dafür sein, wie sich die Dynamik innerhalb der AfD und in der breiteren politischen Landschaft entwickeln wird.
Bereits jetzt haben mehrere Parteifunktionäre, darunter der Karlsruher AfD-Bundestagsabgeordnete Marc Bernhard, Frohnmaier als „unumstritten“ und „hervorragend geeignet“ bezeichnet. Bernhard plant, Frohnmaier beim bevorstehenden Parteitag vorzuschlagen.
Wahlen und Umfragen
Die Landtagswahl in Baden-Württemberg ist für den 8. März 2026 angesetzt. Neuere Umfragen zeigen, dass die AfD möglicherweise ihren Stimmenanteil im Vergleich zur letzten Wahl, bei der sie 9,7 Prozent erreichte, steigern könnte. Eine Umfrage des SWR von Mitte Dezember 2024 sah die AfD bereits bei 15 Prozent und auf dem dritten Platz hinter CDU und Grünen.
Bei der Bundestagswahl im Februar 2025 konnte die AfD im Südwesten beeindruckende 19,8 Prozent der Stimmen erhalten. Trotz dieser Erfolge bleibt eine Regierungsbeteiligung der AfD im aktuellen politischen Klima unwahrscheinlich, da alle anderen Parteien eine Zusammenarbeit mit den Rechtspopulisten ablehnen.
Markus Frohnmaier, ein enger Vertrauter von AfD-Chefin Alice Weidel und seit 2017 im Bundestag aktiv, dürfte in den kommenden Monaten eine Schlüsselrolle im Rennen um die Landtagswahl und die strategische Ausrichtung der AfD in Baden-Württemberg spielen.