
In Aalen stehen im Jahr 2025 einige wichtige Änderungen bei den Steuern an, die sowohl Grundstücksbesitzer als auch Gewerbetreibende betreffen werden. Wie die Schwäbische Post berichtete, hat der Gemeinderat beschlossen, dass die Grundsteuer ab sofort nur noch auf Grundlage der Grundstücksgröße und des Bodenrichtwerts erhoben wird. Ein besonderes Augenmerk liegt auf der grundsteuerlichen Vergünstigung für Grundstücke, die überwiegend zu Wohnzwecken genutzt werden.
Der Steuermessbetrag wird durch die Multiplikation der Grundstücksgröße mit dem Bodenrichtwert bestimmt. Der Gemeinderat hat den Hebesatz für die Grundsteuer B, der für Grundstücke und Eigentumswohnungen gilt, auf 239 Prozent festgelegt. Diese neue Regelung könnte bedeutende Auswirkungen auf die Steuerlast von Eigentümern haben: Eigentümer großer Grundstücke in guten Lagen könnten höhere Zahlungen leisten müssen, während Menschen mit Eigentumswohnungen meist von niedrigeren Steuern profitieren werden. Der Hebesatz für land- und forstwirtschaftliche Grundstücke, die unter die Grundsteuer A fallen, wurde auf 300 Prozent festgesetzt. Die Steuerbeträge sind vierteljährlich zu zahlen, an den Terminen 15. Februar, 15. Mai, 15. August und 15. November.
Weitere Steueränderungen in Planung
Für die Gewerbesteuer steht eine Entscheidung im Gemeinderat noch bevor. Die Stadtverwaltung schlägt vor, den Hebesatz von 380 auf 395 Prozent zu erhöhen. Oberbürgermeister Frederick Brütting argumentierte, dass Unternehmen durch die Grundsteuerreform gleichzeitig entlastet werden. Eine Entscheidung über die Gewerbesteuer wird voraussichtlich im Januar oder Februar getroffen.
Darüber hinaus ist angedacht, die Vergnügungssteuer sowie die Hundesteuer zu erhöhen. Derzeit liegt die Hundesteuer bei 108 Euro für den ersten Hund, 216 Euro für jeden weiteren Hund und 702 Euro für einen ersten Kampfhund. Die Kämmerin Daniela Faußner hat angedeutet, dass im Rahmen der Haushaltsberatungen Vorschläge zur Erhöhung dieser Steuern erarbeitet werden könnten.
Interessanterweise zeigt eine weitere Recherche, dass die Hebesätze für die Grundsteuern in anderen Gemeinden variieren. In Görwihl gelten ab dem 1. Januar 2025 Hebesätze von 492 Prozent für die Grundsteuer A und 412 Prozent für die Grundsteuer B, wie die Gemeinde Görwihl veröffentlichte. Diese Unterschiede verdeutlichen, wie individuell Gemeinden ihre Steuern gestalten können.