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Dynamit-Drama in Bolivien: Sechs Tote bei Goldminen-Konflikt!

Der Einsatz von Dynamit in einem Goldminen-Konflikt in Bolivien hat tragische Konsequenzen gehabt. In der Yani-Mine, die etwa 150 km nordwestlich von La Paz liegt, kam es zu einer Explosion, die am 4. April 2025 sechs Menschen das Leben kostete. Die Detonation wurde von rivalisierenden Bergbau-Kollektiven, den Hijos de Ingenio Mining Cooperative und Senor de Mayo, als Teil eines Streits um den Zugang zu Goldvorkommen ausgeführt. Lokalen Berichten zufolge wurden zudem mehrere Personen vermisst und es gab schwere Schäden an den umliegenden Häusern und Infrastrukturen, einschließlich Stromausfällen in der Gemeinde Sorata.

Die rivalisierenden Kollektive gerieten in einen heftigen Konflikt, bei dem Dynamit verwendet wurde, um Maschinen und einen Dieseltank zu zerstören. Dieser Vorfall ist nicht der erste seiner Art in der Region, die von Konflikten über Bergbau-Rechte geprägt ist. Kritiker merken an, dass die wachsende Zahl von etwa 1.600 Goldminen-Kollektiven in Bolivien, die oftmals als Alternative zu staatlichen und privaten Bergbauunternehmen gelten, von instabilen Arbeitsverhältnissen und unzureichendem Schutz für die Arbeiter geprägt ist. Besonders problematisch ist die Tatsache, dass vielfach mit wenig Rücksicht auf ökologische Standards gearbeitet wird.

Hintergrund der Konflikte

Die Bergbau-Kollektive gewinnen zunehmend an Bedeutung, nachdem die staatliche Corporación Minera de Bolivia (COMIBOL) in den 1980er Jahren in Schwierigkeiten geriet. Kritiker weisen darauf hin, dass große Unternehmen nur instabile Beschäftigungsmöglichkeiten für einkommensschwache Bergarbeiter bieten. Trotz der Herausforderungen zeigen Berichte, dass die Kollektive nun die Mehrheit der Bergbauarbeiter in Bolivien ausmachen. Die Spannungen zwischen den Kollektiven, COMIBOL und privaten Unternehmen haben in der Vergangenheit zu Straßenblockaden und sogar zu tödlichen Vorfällen, wie dem dynamitbasierten Angriff in La Paz im Jahr 2012, geführt.

Die jüngste Explosion wurde von der lokalen Polizei als gravierend und folgenschwer beschrieben. Die Rettungsaktionen sind im Gange, um mögliche Überlebende zu finden und die Situation unter Kontrolle zu bringen. Die Erfahrungen aus früheren Konflikten und die aktuellen Ereignisse verdeutlichen, wie kritisch die Sicherheitslage in diesem von Konflikten geprägten Sektor ist.

Soziale und ökologische Auswirkungen

Der Bergbau in Bolivien ist nicht nur mit sozialen Spannungen verbunden, sondern hat auch schwerwiegende ökologische Folgen. Die neue Verfassung von 2009 hatte zwar Umweltschutz und Rechte für indigene Völker versprochen, jedoch hat sich in den letzten Jahren nicht viel verbessert. Der Lago Poopó, der zweitgrößte See Boliviens, ist seit Ende 2015 ausgetrocknet, was durch die hohe Verschmutzung durch Bergbauunternehmen bedingt ist. Gemeinden im Uru-Uru Poopó-Becken berichten von den gravierenden Effekten auf ihre Lebensgrundlagen und der Verunreinigung ihrer natürlichen Ressourcen.

Berichte aus Cochabamba zeigen, dass täglich enorme Mengen an Schwermetallen in den Lago Poopó gelangen, was zu weiteren gesundheitlichen Problemen führt. Die mangelhafte Gesetzgebung und die unzureichenden Kontrollen im Bergbausektor ermöglichen es auch privaten Unternehmen wie Sinchi Wayra-Illapa, weiterhin umweltschädlich zu agieren, während staatliche Unternehmen wie Huanuni ebenfalls zu den Hauptverursachern der Verschmutzung gehören. Ohne substantielle Änderungen in der Gesetzgebung und den politischen Rahmenbedingungen bleibt die Situation für die betroffenen Gemeinden und die Umwelt besorgniserregend.

Statistische Auswertung

Genauer Ort bekannt?
Sorata, Bolivien
Beste Referenz
aljazeera.com

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