
Die evangelische Kirche in Baden nimmt eine klare Position gegen die AfD ein. Dies geschieht im Kontext der wachsenden Besorgnis über den Einfluss der rechtsextremen Partei und deren Wahlerfolge. Heike Springhart, die Landesbischöfin der Evangelischen Kirche in Baden, ist mit ihrer Haltung nicht unangefochten geblieben. Kritiken an ihren Äußerungen kommen vor allem aus der AfD-Landtagsfraktion in Stuttgart. Diese äußert, dass AfD-Räte in der evangelischen Landeskirche keine Ämter übernehmen dürfen, was als Ausdruck der Abgrenzung gegen die Partei angesehen wird, die in der Kirche nicht willkommen ist.
Die Kirche verfolgt dabei strengere Voraussetzungen für wichtige Rollen, insbesondere in Bezug auf Themen wie Rassismus und sexualisierte Gewalt. Dies zeigt sich in den Bemühungen der evangelischen Kirchen, nach den Wahlerfolgen der AfD auf einen Dialog zu setzen. Springhart hebt hervor, dass es wichtig sei, die Ängste und Sorgen der Menschen ernst zu nehmen. Unterstützt wird sie dabei von Ernst-Wilhelm Gohl, dem Landesbischof aus Württemberg, der alle demokratischen Kräfte zu einem Austausch aufruft und die Bedeutung der Abgrenzung gegen Rassismus und Antisemitismus betont, wie Landtag BW berichtet.
Gesellschaftliche Spannungen und Warnstreiks
Zusätzlich zur politischen Stellungnahme der Kirche ist die Gesellschaft in Baden-Württemberg von weiteren Spannungen geprägt. In Karlsruhe wurde ein Warnstreik im privaten Omnibusgewerbe angekündigt, der am kommenden Montag stattfinden soll. Die Gewerkschaft Verdi kündigte an, dass ein Karlsruher Unternehmen von diesen Streiks betroffen sein wird. Diese Warnstreiks sind nicht isoliert; bereits in der vergangenen Woche hatte es ähnliche Aktionen gegeben.
Im Sportbereich zeigt sich der Karlsruher SC (KSC) mit einem Testspiel gegen Servette Genf, das mit 1:4 verloren ging. Die Verantwortlichen des KSC werden aufgefordert, bei der Stürmersuche über die Saison hinaus zu planen.
Kritik und Eklats in der Kirche
Die evangelische Kirche steht zudem vor internen Herausforderungen. Eine Auseinandersetzung um den Freiburger Domchor und die Kündigung des Domkapellmeisters sorgt für Spannungen. Diese Konflikte stehen im Kontrast zur Bemühung der Kirche, als Verständigungsort zu fungieren und zur gesellschaftlichen Versöhnung beizutragen. Erzbischof Stephan Burger sieht sich aktuell unter Druck, insbesondere nach einem Eklat an Heiligabend.
Die Besorgnis über extremistisches Gedankengut ist nicht nur auf Baden-Württemberg beschränkt. Die Landessynode der Evangelischen Kirche im Rheinland hat ähnlich alarmierende Tendenzen festgestellt. Gemeinden und Kirchenkreise erhalten Argumentationshilfen, um ihre Position gegenüber der AfD zu stärken. Präses Thorsten Latzel hebt in einer Videobotschaft hervor, dass die AfD als Gefahr für die Demokratie gilt und eine Politik der Spaltung fördert, wie Evangelisch.de berichtet.
Die AfD wird häufig mit rassistischem und menschenverachtendem Verhalten in Verbindung gebracht, besonders im Hinblick auf ihre Hetze gegen Minderheiten. Ihre Haltung zu aktuellen Themen wie dem Klimawandel und dem Umgang mit historischer Schuld hat auch große Unternehmen wie Siemens und Mercedes dazu veranlasst, vor dem Einfluss der AfD zu warnen. Diese Unternehmen sehen die AfD als schädlich für den Wohlstand und die wirtschaftliche Zukunft des Landes, und das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung stellt fest, dass die Partei ausländische Fachkräfte abschreckt, obwohl Deutschland dringend Arbeitskräfte benötigt.