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Turn-Skandal in Italien: Trainerinnen unter Verdacht der Demütigung!

In Italien kommt es im Turnsport zu schweren Missbrauchsvorwürfen, die für Schlagzeilen sorgen. Die langjährige Nationaltrainerin der Rhythmischen Sportgymnastik, Emanuela Maccarani, wurde entlassen, nachdem belastende Berichte die Runde machten. Sofia Cantaluppi, die ehemalige Juniorinnen-Nationaltrainerin, sieht sich ebenfalls mit gravierenden Vorwürfen konfrontiert, während sie inzwischen für den Verband in Israel tätig ist. Die Missbrauchsvorwürfe umfassen Praktiken, die als extrem erniedrigend wahrgenommen werden.

Wie tagesspiegel.de berichtet, wurden Turnerinnen während des Trainings offenbar gezwungen, sich fast vollständig auszuziehen und niederzuknien, sollte ihnen ein Fehler unterlaufen. Diese schwerwiegenden Vorwürfe stützen sich auf Ermittlungen, die auch die Abhörprotokolle von Maccaranis Stellvertreterin, Olga Tishina, umfassen. Tishina äußerte, dass Cantaluppi oftmals schlimmere Misshandlungen durchführte und berichtete auch von Vorgängen, bei denen Athletinnen in einem kleinen, kalten Raum eingesperrt wurden, wenn die Trainingsleistungen nicht den Erwartungen entsprachen.

Ermittlungen und Auswirkungen

Die Staatsanwaltschaft hat bereits Ermittlungen gegen Maccarani aufgenommen. Die ersten Vorwürfe gegen sie wurden vor drei Jahren laut, seitdem ist die öffentliche Aufmerksamkeit auf das Thema gewachsen. Auch Sofia Raffaeli, eine erfolgreiche Gymnastin, die bei den Olympischen Spielen in Paris eine Bronzemedaille gewann, könnte betroffen sein. Es wurde bekannt, dass die beiden Athletinnen zum Zeitpunkt der Vorfälle noch minderjährig waren.

Cantaluppi selbst hat sich bisher nicht zu den Vorwürfen geäußert und gegen sie sind derzeit keine Ermittlungen anhängig. Anders sieht es für Tishina aus, deren frühere Ermittlungen eingestellt wurden, was zur Frage der Rechenschaft gegenüber den Vorwürfen führt. Zudem zeigen Abhörprotokolle, dass Funktionäre sich in abfälliger Weise über die Turnerinnen äußerten, teils auch mit sexuellem Unterton.

Ein breiteres Problem

Diese Missbrauchsvorwürfe sind nicht nur ein isoliertes Phänomen in Italien. In Deutschland gibt es einen eigenen Skandal im Turnsport, der seit Weihnachten für Aufsehen sorgt, besonders im Kunst-Turn-Forum Stuttgart. Die nun aufkommenden Berichte führen zu einer breiten Diskussion über den Umgang mit Athleten und die Verantwortung der Verbände in der Sportwelt.

Die Enthüllungen rund um Maccarani und Cantaluppi werfen ernste ethische Fragen auf. Es bleibt zu hoffen, dass diese Vorfälle zu einem Umdenken und verstärkten Schutzmaßnahmen für junge Sportlerinnen und Sportler führen. Es ist essenziell, dass jeder Missbrauchsvorwurf ernst genommen und umfassend untersucht wird, um SportlerInnen eine sichere Umgebung zu bieten.

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Beste Referenz
tagesspiegel.de

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