
Hans-Joachim Watzke, Geschäftsführer von Borussia Dortmund, hat in jüngsten Aussagen einen Rücktritt vom Rücktritt „total und komplett“ ausgeschlossen. Dies erklärte er im Gespräch mit Michael Horeni während einer Veranstaltung mit Managern der Wirtschaftsinitiative Frankfurt/RheinMain. Watzke zieht sich im November nach zwei Jahrzehnten aus der operativen Führung zurück, plant jedoch, als Präsident des Borussia Dortmund e.V. zu kandidieren. Der BVB steht derzeit mit drei Punkten Rückstand auf den VfB Stuttgart auf dem 11. Platz der Bundesliga, nachdem zwischenzeitlich Interimstrainer Mike Tullberg vier Punkte aus den letzten zwei Spielen erzielte.
In der aktuellen Saison hat Borussia Dortmund mit einer „Verunsicherung“ zu kämpfen, die Watzke als Hauptproblem bei den Spielern identifiziert. Er äußerte: „Mir geht es, ehrlich gesagt, ziemlich beschissen“, fügte jedoch hinzu, dass es anderen Menschen schlechter gehe. Trotz seines Rücktrittsplans bleibt Watzke optimistisch. Er sieht Lars Ricken, dem neugewählten Sportchef, als einen Schlüsselspieler in der aktuellen Situation, betont jedoch, dass die Herausforderungen keineswegs trivial sind.
Wirtschaftliche Herausforderungen und mögliche Transfers
Hans-Joachim Watzke machte deutlich, dass Borussia Dortmund als Champions League-Klub kontinuierlich überperformen muss. Diesbezüglich bleibt er zuversichtlich, dass der BVB die aktuelle Saison mit ein oder zwei Transfers meistern kann. Auf der Branchenmesse Spobis sprach er auch über die wirtschaftlichen Folgen einer Saison ohne Champions-League-Qualifikation. Die Kritik an den Leistungen seiner Mannschaft empfindet Watzke als zu hart, vor allem wenn er an den Erfolg anderer europäischer Klubs erinnert, die ebenfalls an der Qualifikation gescheitert sind.
Eintracht Frankfurts Vorstandssprecher Axel Hellmann lobte Watzkes ruhigen Umgang mit der angespannten Situation und hob hervor, dass Dortmund sich neun Mal in Folge für die Champions League qualifiziert hat. Watzke selbst plant, im Mai eine Bilanz zur Saison zu ziehen, und zeigt sich optimistisch, dass die Mannschaft auch aus einer Saison ohne Champions League Chancen schöpfen kann.
Einblick in die Bundesliga
Laut einer Studie von McKinsey über die ökonomische Bedeutung des professionellen Fußballs in Deutschland liegt die Gesamtwertschöpfung des Fußballs bei 11 Milliarden Euro. Dieser Betrag stellt einen Anstieg von 39 Prozent im Fünfjahresvergleich dar und spiegelt die Relevanz des Fußballs für die deutsche Wirtschaft wider. Die Branche beschäftigt aktuell 127.000 Menschen auf Vollzeitbasis, was eine Zunahme von 17.000 Stellen seit 2015 bedeutet. Die Steuereinnahmen aus diesem Sektor betrugen 3,7 Milliarden Euro, was eine Erhöhung um 50 Prozent darstellt.
In dieser für den BVB schwierigen Phase werden die wirtschaftlichen Auswirkungen und die Stabilität des Klubs zunehmend wichtiger. Trotz des aktuellen Auf und Abs in der Bundesliga bleibt Watzke optimistisch und ist entschlossen, seine Mission fortzusetzen, während er sich auf die bevorstehenden Herausforderungen vorbereitet.