
Am 5. April 2025 ereignete sich ein schwerer Brand auf einem landwirtschaftlichen Betrieb in Ramsau, im Berchtesgadener Land, bei dem vier Bewohner leichte Verletzungen durch Rauchvergiftungen erlitten. Drei der Verletzten wurden zur Behandlung ins Krankenhaus gebracht. Der Sachschaden wird auf etwa 750.000 Euro geschätzt, wobei der Schwere des Vorfalls durch die massive Rauchentwicklung zusätzlich betont wurde. Infolgedessen musste die Bundesstraße 305 temporär gesperrt werden, berichtete die Passauer Neue Presse.
Die Feuerwehr wurde am Nachmittag alarmiert, als ein Nebengebäude bereits in Flammen stand. Insgesamt waren über 200 Einsatzkräfte, darunter 210 Feuerwehrleute sowie Rettungsdienste und das Technische Hilfswerk, vor Ort. Das besondere Augenmerk galt dem Wohnhaus des Betriebs, welches durch die schnelle Intervention der Feuerwehr vor einem Übergreifen der Flammen geschützt werden konnte.
Auswirkungen und Schadenshöhe
Der Brand beschädigte mehrere Gebäude, insbesondere das Dach eines Stalls, während die darin befindlichen Tiere glücklicherweise rechtzeitig gerettet werden konnten. Es gab keine Verletzungen unter den Tieren zu vermelden. Trotz der Festigungen, die durch die Feuerwehr getroffen wurden, war der Sachschaden erheblich und wird auf mittlere sechsstellige Beträge geschätzt, wie die Wochenblatt ausführte.
Ermittlungen zur genauen Brandursache sind im Gange, durchgeführt vom Fachkommissariat der Kriminalpolizeiinspektion Memmingen. Bislang gab es keine Hinweise auf vorsätzliche Brandstiftung. Vor diesem Hintergrund ist die Diskussion über landwirtschaftliche Brände in Deutschland von zunehmender Bedeutung, da es keine bundesweiten Statistiken zu diesen Vorfällen gibt. Die Initiative „Stallbrände“ hat darauf aufmerksam gemacht, dass es in einigen Bundesländern wie Niedersachsen an Meldepflichten für Stallbrände mangelt, was die Erfassung und Analyse dieser ernsten Angelegenheit zusätzlich erschwert.
Der Wissenschaftliche Dienst der Bundesregierung hat auf eine entsprechende Anfrage keine belastbaren Erkenntnisse zu bundesweiten Brandereignissen in der Landwirtschaft vorgelegt. Laut einer Untersuchung von Jürgen Kunkelmann, die von 1999 bis 2012 reicht, sind die häufigsten Brandursachen in landwirtschaftlichen Betrieben Elektrizität (23%) und Brandstiftung (15%). Dies verdeutlicht die Notwendigkeit eines nationalen Monitorings, um die Ursachen für Brände und ihre finanziellen Folgen besser zu verstehen, wie auch von Agrarheute betont.