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Bayerns Bischöfe im Dialog: Herausforderungen und Chancen der Kirche!

Die Freisinger Bischofskonferenz tagt aktuell in Passau. Die Frühjahrsvollversammlung begann am Mittwoch und wird am Donnerstag enden. In diesem Rahmen stehen wichtige Themen auf der Tagesordnung, darunter die Situation der katholischen Hochschulen und die politische Lage nach der Bundestagswahl. Zudem ist ein Austausch mit dem Präsidium des Landeskomitees der Katholiken in Bayern geplant. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hatte zuvor den Kirchen politische Zurückhaltung nahegelegt und betont, dass die Union die einzige Partei sei, die an der Seite der Kirchen stehe. Dies brachte jedoch kaum Reaktionen von Kirchenvertretern, einschließlich der katholischen Bischöfe hervor. Dies berichtet die PNP.

Die Freisinger Bischofskonferenz umfasst sieben bayerische Diözesen und Erzdiözesen: Bamberg, München und Freising, Augsburg, Eichstätt, Passau, Regensburg und Würzburg. Historisch gehört auch die Diözese Speyer zur Konferenz. Vorsitzender der Bischofskonferenz ist Kardinal Reinhard Marx, der auch Erzbischof von München und Freising ist. Die Ergebnisse der Beratungen werden am Ende der Tagung von Marx und Matthias Belafi, dem Vorsitzenden des Katholischen Büros Bayern, bekannt gegeben.

Umgang mit politischen Strömungen

Ein zentrales Thema, das ebenfalls während der Tagung behandelt wird, ist der Umgang mit der AfD und der Rechtsradikalität im Kontext der Kirchenpositionen. Vor zwei Wochen verabschiedete die Deutsche Bischofskonferenz ein Papier gegen Rechtsextremismus und völkischen Nationalismus, das auch in Passau zur Sprache kommt. Passaus Bischof Stefan Oster hebt die Notwendigkeit des Dialogs mit Menschen hervor, die rechtspopulistische Botschaften verfolgen, und unterstützt die Erklärung der Deutschen Bischofskonferenz, dass völkischer Nationalismus und Christentum unvereinbar sind. Er empfiehlt, die AfD eher nicht zu wählen, da sie sich seit ihrer Gründung radikalisiert hat. Dies berichtet der BR.

Oster äußert sich besorgt über den Einfluss linksextremer Strömungen, die zur Polarisierung beitragen. Beide extremen Positionen betrachtet er als gefährlich, da sie auf einen Umbau der Gesellschaft zu autoritären Systemen ausgerichtet sind. Die Freisinger Bischofskonferenz sucht daher aktiv Lösungen zur Umsetzung der Forderungen der Deutschen Bischofskonferenz in ihren kirchlichen Gremien in Bayern.

Tradition und Struktur der Konferenz

Die Freisinger Bischofskonferenz, die erstmals im Jahr 1848 als „Konferenz der Bayerischen Bischöfe“ tagte, hat sich seitdem weiterentwickelt. Am 3. April 1968 erhielt sie ein Statut und nahm den Namen „Freisinger Bischofskonferenz“ an. Die bayerischen (Erz-)Bischöfe und Weihbischöfe sowie der Bischof von Speyer treffen sich regelmäßig im Frühjahr und Herbst zur Beratung. Typischerweise findet die Herbstvollversammlung auf dem Freisinger Domberg statt, während die Frühjahrstagung seit 2009 in einem Wallfahrtsort in Bayern abgehalten wird. Diese Tradition verfolgt das Ziel der gegenseitigen Beratung, der Koordinierung kirchlicher und pastoraler Tätigkeiten und des Erlass gemeinsamer Entscheidungen für die Bistümer der beiden Kirchenprovinzen, wie durch die KB Bayern dokumentiert.

Statistische Auswertung

Genauer Ort bekannt?
Passau, Deutschland
Beste Referenz
pnp.de
Weitere Infos
br.de

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