
Am 17. Februar 2025 ereignete sich in München während einer Verdi-Demonstration ein tragischer Anschlag, der erhebliches menschliches Leid hinterließ. In der München Klinik Bogenhausen werden derzeit schwer verletzte Opfer behandelt. Der Vorfall forderte das Leben einer 37-jährigen Mutter und ihres zweijährigen Kindes. Trotz intensiver Bemühungen der Ärzte im TUM Universitätsklinikum konnte die Mutter am Samstagmittag nicht gerettet werden, während der Tod des Kleinkindes im Haunerschen Kinderspital am gleichen Tag festgestellt wurde.
Ärzte in den Kliniken berichten optimistisch über den Zustand der anderen Schwerverletzten. Einige Patienten konnten bereits von der Intensivstation auf Normalstationen verlegt werden. Einige weniger schwer verletzte Personen wurden bereits am Freitag nach dem Anschlag entlassen. Dr. Götz Brodermann, der Chef der München Klinik, äußerte sein Mitgefühl und seinen Dank an das gesamte medizinische Personal für ihren unermüdlichen Einsatz.
Effiziente Notfallmaßnahmen und ihre Wirkung
Der Einsatz der Rettungskräfte während des Anschlags verlief organisatorisch bemerkenswert gut. Innerhalb von Minuten waren mehr als ein Dutzend Operationssäle in mehreren Kliniken einsatzbereit. Die erste Operation fand weniger als eine Stunde nach dem Anschlag statt, eine Leistung, die auf das überarbeitete Münchner Rettungskonzept zurückzuführen ist. Dieses Konzept, das nach dem Übergriff am Olympiaeinkaufszentrum 2016 reformiert wurde, basiert auf dem Massenanfall von Verletzten (MANV) und sichert eine geordnete Anfahrtsreihenfolge der Rettungsfahrzeuge.
Alle Verletzten waren 45 Minuten nach dem Vorfall in den Krankenhäusern, was eine erhebliche Verbesserung gegenüber früheren Einsätzen darstellt. Die emotionalen Belastungen für die Einsatzkräfte waren jedoch hoch. Insbesondere die Helfer, die selbst am Ort des Geschehens waren, erlebten eine starke psychische Belastung. Viele medizinische Teams kämpfen um das Leben der schwer verletzten Kinder, die ganz besondere emotionale Herausforderungen mit sich bringen.
Psychologische Unterstützung für Betroffene
Die psychologischen und sozialen Folgen solcher tragischen Ereignisse sind äußerst gravierend. Experten der Psychotraumatologie betonen, dass die psychische erste Hilfe und psychosoziale Akuthilfe in der akuten Phase entscheidend sind. Für die Angehörigen, Überlebenden und Zeugen ist die Verstärkung von Sicherheit, Selbstwirksamkeit und Hoffnung von zentraler Bedeutung.
Die Empfehlungen zur zentralen Angehörigenbetreuung in ruhigen Umgebungen sollen dazu dienen, individuelle Belastungen frühzeitig zu erfassen und angemessene Hilfen anzubieten. Die Forschung hat gezeigt, dass es wichtig ist, die unterschiedlichen Bedürfnisse der Betroffenen zu berücksichtigen und zu beurteilen, welche psychosozialen Angebote benötigt werden.
Die aktuellen Ereignisse in München verdeutlichen die Fähigkeit der Rettungskräfte und medizinischen Teams, in extremer Stresssituationen schnell und effektiv zu handeln. Dennoch bleibt die psychische Belastung für alle Beteiligten hoch, was die Notwendigkeit von Unterstützung durch Fachkräfte in den kommenden Wochen unterstreicht.