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Nacktschnecken-Plage: Wie Trockenheit den Garten gefährdet!

Die Gartenlandschaft steht im Zeichen von Nacktschnecken, und während Hobbygärtner in die Saison 2023 starten, atmen sie wegen der Trockenheit im Frühjahr erleichtert auf. Im vergangenen Jahr dominierte das Thema Nacktschnecken die Diskussionen auf Gartenplattformen, doch die vorherrschenden Bedingungen scheinen die Schädlinge in diesem Jahr weniger bedrohlich zu machen. Erste kleine Nacktschnecken sind bereits sichtbar, doch wie die FAZ berichtet, haben die Trockenheiten im Februar und März das Wachstum der Tiere signifikant eingeschränkt.

Markus Pfenninger vom Senckenberg Biodiversität und Klima Forschungszentrum erläutert, dass die Nacktschneckenpopulationen zwar von einem hohen Niveau starten, jedoch durch die ungünstigen Wetterbedingungen langsamer als gewöhnlich wachsen werden. Besonders betroffen sind die Jungtiere, die zahlreich der Trockenheit zum Opfer gefallen sind. Diese Entwicklung führt dazu, dass sowohl die Nacktschnecken als auch die Pflanzen unter einem signifikanten Nahrungsmangel leiden.

Die gefürchtete Spanische Wegschnecke

Unter den Nacktschnecken ist die Spanische Wegschnecke (Arion vulgaris) besonders unbeliebt bei Hobbygärtnern. Diese Art hat sich seit den 1960er-Jahren in Deutschland verbreitet und stellt eine erhebliche Bedrohung für Blumen- und Gemüsebeete dar. Michael Schrödl von der Zoologischen Staatssammlung München bezeichnete das Ausmaß ihrer Populationen im Jahr 2022 als „schlimm“. Trotz der aktuellen Trockenheit zeigt die Arion vulgaris bemerkenswerte Anpassungsfähigkeit und vermehren sich schnell, selbst unter ungünstigen Bedingungen.

Diese Schneckenart ist dafür bekannt, gut zu klettern, was bedeutet, dass sie auch Hochbeete und hängende Gefäße erreichen können. Ein weiteres Problem ist das Fehlen natürlicher Fressfeinde; Tiere wie Igel und Kröten sind in Gärten selten geworden, was den Schnecken zusätzlichen Spielraum gibt. Trotz ihrer Schädlichkeit können Arion vulgaris auch positive Auswirkungen haben, indem sie zum Beispiel organische Materialien abbauen und Kompostierungsprozesse unterstützen.

Gartenstrategien gegen Nacktschnecken

Um die Nacktschneckenplage zu bekämpfen, gibt es verschiedene Strategien und Hilfsmittel. Die NDR hebt hervor, dass ein ökologischer Schutzanstrich oder selbstklebende Kupferfolien um Blumentöpfe und Beete helfen können. Zudem ist es ratsam, Gemüsebeete an sonnigen Standorten zu platzieren und Versteckmöglichkeiten zu minimieren.

Die optimale Pflege der Pflanzen spielt eine entscheidende Rolle: Nur der Wurzelbereich sollte gegossen werden, um den Boden trocken zu halten. Schneckenzäune und natürliche Hemmschwellen wie Schafswolle oder Kalk können ebenfalls effektiv eingesetzt werden. Für eine gezielte Fangmethode empfehlen sich Bierfallen, die jedoch manchmal mehr Schnecken anziehen als abhalten. Stattdessen können Salatfallen oder feuchte Bretter neben Gemüsebeeten genutzt werden. Auch der Einsatz von Nematoden zeigt gemischte Ergebnisse.

Einige Pflanzen sind von Nacktschnecken ungerne gesehen; intensiv duftende Kräuter wie Rosmarin, Lavendel und Thymian sowie einige giftige Pflanzen können hilfreiche Abschreckungen sein. Dennoch bleibt die Herausforderung bestehen, da die Spanische Wegschnecke sich jeder Verdrängung anpasst und auch in trockenen Bedingungen gut gedeiht.

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