
Am 5. April 2025 herrschen in der Sportwelt gemischte Gefühle. Während Thomas Müller, der seit dem 1. Juli 2000 für den FC Bayern München spielt, bestätigt hat, dass er den Verein nach Ablauf seines Vertrages am Saisonende verlässt, äußert sich Tennisprofi Alexander Zverev enttäuscht über diese Entscheidung. In einem Interview sagt er, dass Müller eine Legende und ein Vorbild für viele Spieler sei. Sebastian Kehl, Sportdirektor von Borussia Dortmund, schließt sich dieser Meinung an und bezeichnet Müller als „überragenden Menschen“. Zverev betont, dass die Entscheidung des FC Bayern, Müller nicht weiter zu beschäftigen, unverständlich ist.
Während die Fußballwelt für Müller trauert, hat Zverev mit eigenen Herausforderungen im Tennis zu kämpfen. Nach seiner Niederlage im Finale der Australian Open gegen Jannik Sinner macht ihm eine Formkrise zu schaffen. In den letzten Turnieren, wie dem ATP-Masters in Miami, musste Zverev frühzeitig die Segel streichen. Er lässt jedoch durchblicken, dass eine mögliche Zusammenarbeit mit Boris Becker in Betracht gezogen werden könnte, auch wenn er dazu keine konkreten Details nennt.
Doping im Tennis: Sinner unter Druck
Der Tenniswelt bleibt nicht nur Zverevs Formkrise nicht verborgen, sondern auch die Dopingproblematik, die durch Jannik Sinners Suspendierung wieder verstärkt ins Licht rückt. Sinner, der zurzeit in der Weltrangliste auf Platz 1 steht, akzeptiert eine drei Monate währende Sperre der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) nach zwei positiven Tests auf das anabole Steroid Clostebol. Die Sperre gilt bis zum 4. Mai 2025, rechtzeitig vor den French Open, die am 25. Mai beginnen werden. Laut WADA-Chefjurist Ross Wenzel sei der Fall „meilenweit von Doping entfernt“, und das wissenschaftliche Feedback lasse darauf schließen, dass kein absichtliches Doping vorlag.
Zverev äußert in diesem Zusammenhang Zweifel an der Sinnhaftigkeit der Sperre und bezeichnet den Prozess als „seltsam“. Er fragt sich, ob Sinner tatsächlich einen Fehler gemacht hat und kritisiert die Länge der Sperre für Steroide. Dieser Vorfall hat auch Novak Djokovic dazu veranlasst, einen Vertrauensverlust innerhalb der Tenniscommunity in das Anti-Doping-System anzumerken. Er fordert eine Überarbeitung der Prozesse zur Behandlung von Dopingfällen.
Die Diskussion um Doping im Tennis
Die Dopingaffäre um Sinner reiht sich in eine Geschichte ein, die bereits durch zahlreiche Skandale geprägt ist. Von früheren Fällen wie dem Nandrolon-Skandal des ehemaligen Wimbledonsiegers Petr Korda bis hin zu Maria Scharapowas Test auf Meldonium im Jahr 2016, ist Doping ein immer wiederkehrendes Thema im Tennis. Jannik Sinner, der bereits im März positiv getestet wurde, wurde von der International Tennis Integrity Agency (ItTIA) freigesprochen, doch die Vergleichbarkeit der Urteile bleibt fragwürdig. Spieler wie Nick Kyrgios kritisieren die Intransparenz im Dopingprozess und fordern eine verbesserte Vergabepraxis.
Zusätzlich zu Zverevs persönlichen Herausforderungen und der Doping-Diskussion, wurde Tatjana Maria beim WTA-Turnier in Bogotá im Viertelfinale von Camila Osorio geschlagen. Andrea Petkovic hat den Wunsch geäußert, Zverev sollte auf Boris Becker hören, besonders in dieser entscheidenden Phase seiner Karriere. Parallel dazu verfehlt Novak Djokovic seinen 100. Titel, indem er das Finale beim Tennis-Masters in Miami verliert. Jakub Mensik krönt sich zum Champion in Miami und verbessert sich in der Weltrangliste auf Platz 24.
Der Tennis-Sport steht also momentan im Zentrum von Athletik, Loyalität und herausfordernden Diskussionen – sowohl im Tennis als auch im Fußball. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Situation um Sinner und die Qualität der kommenden Turniere entwickeln werden.