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Uniqlo erobert den deutschen Markt: Neue Geschäfte in München und Frankfurt!

Der Leerstand in den deutschen Innenstädten nimmt erheblich zu, ein Trend, der von der Pandemie noch verstärkt wurde. Laut dem Deutschen Handelsverband (HDE) haben im vergangenen Jahr über 5000 Geschäfte geschlossen, und für dieses Jahr werden weitere 4500 Schließungen prognostiziert. Diese Entwicklungen haben zur Schaffung eines problematischen Umfelds für den Einzelhandel geführt, insbesondere in den Fußgängerzonen, wo namhafte Marken wie Esprit und Yves Rocher bereits ihre Läden aufgegeben haben. Gleichzeitig zeigt HDE eine „dramatische“ Entwicklung auf, die durch ein verändertes Konsumverhalten der Verbraucher bedingt ist. Immer mehr Kunden greifen auf Online-Angebote zurück, was den stationären Einzelhandel zunehmend unter Druck setzt. Vor zehn Jahren gab es noch mehr als 370.000 Einzelhandelsgeschäfte in Deutschland; dieser Wert könnte bis 2025 auf etwa 300.000 absinken.

Angesichts dieser Herausforderungen plant der japanische Textilhändler Uniqlo, ein paar neue Geschäfte in Deutschland zu eröffnen. Konkrete Standorte werden in München und Frankfurt sein. Derzeit betreibt das Unternehmen zehn Filialen in verschiedenen Städten Deutschlands. Uniqlo gehört zur Unternehmensgruppe Fast Retailing, deren Vorsitzender Tadashi Yanai ist. Handelsexpertin Theresa Schleicher hebt hervor, dass Uniqlo bei jüngeren Konsumenten besonders beliebt ist, weil die Marke hochwertige Basics in schlichten Designs anbietet. In einer Zeit, in der viele deutsche Marken wie Esprit Insolvenzen erleiden, füllt Uniqlo eine entscheidende Markt-Lücke.

Wachsende Bedeutung asiatischer Marken

Asiatische Marken gewinnen zunehmend an Relevanz, während europäische Marken sich neu erfinden müssen. Der Trend zeigt sich nicht nur bei Uniqlo, sondern auch in der Wahrnehmung der Verbraucher. Uniqlo profitiert von der aktuellen Marktsituation, indem es sein Ladenkonzept in europäischen Großstädten erfolgreich etabliert. Laut HDE schätzen rund zwei Drittel der befragten Städte den Leerstand in Innenstadtlagen auf maximal 10 Prozent. Dies könnte für Uniqlo ein attraktives Umfeld schaffen, um Marktanteile zu gewinnen.

Die Stabilität der Verkaufsflächen im Handel bleibt sowohl in Anzahl als auch in Größe laut einem aktuellen EHI-Whitepaper stabil, was Hoffnung für den stationären Einzelhandel gibt. Die durchschnittliche Leerstandquote in den Innenstädten liegt bei rund 10 Prozent. Fachmarktzentren zeigen die geringsten Rückgänge und die größten Zuwächse an Verkaufsflächen. Nur 10 Prozent der befragten Städte berichten von einem Leerstand von über 10 Prozent in Fachmarktlagen, was einen gewissen Optimismus erzeugt.

Die Zukunft des deutschen Einzelhandels bleibt turbulent. Die Schließungen von bekannten Marken und der damit verbundene Leerstand in den Innenstädten sind alarmierend. Dennoch bietet die Marktlücke, die durch das Verschwinden einiger europäischer Marken entstanden ist, auch Chancen für aufstrebende asiatische Unternehmen wie Uniqlo, die bereit sind, innovative und gefragte Produkte anzubieten.

Statistische Auswertung

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München, Deutschland
Beste Referenz
maz-online.de

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