
Die deutsche Frauenfußball-Nationalmannschaft hat am vergangenen Dienstag im Nations-League-Spiel gegen Österreich, das in Nürnberg stattfand, mit 4:1 gewonnen. Trotz des klaren Sieges äußerte sich Bundestrainer Christian Wück äußerst kritisch über die Leistung seines Teams. Der 49-Jährige bemängelte vor allem die fehlende Aggressivität, Leidenschaft und Intensität in der ersten Halbzeit.
Österreich ging bereits in der 3. Spielminute durch Annabel Schasching (SC Freiburg) in Führung, was Wück als vermeidbares Gegentor bewertete. „Das ärgert mich jetzt noch maßlos“, gab Wück zu Protokoll. Er forderte von seiner Mannschaft eine merkliche Verbesserung in der Defensive sowie Konstanz und Sicherheit in den Zweikämpfen.
Schrittweise Leistungssteigerung
Die deutsche Mannschaft reagierte auf den frühen Rückstand und kämpfte sich zurück ins Spiel. Mit einem Ausgleichstreffer von Laura Freigang in der 39. Minute und weiteren Toren von Linda Dallmann (55. Minute), Giovanna Hoffmann (70. Minute) und Vivien Endemann (82. Minute) stellte Deutschland schließlich die Weichen auf Sieg. Besonders bemerkenswert war, dass sowohl Hoffmann als auch Endemann ihre ersten Tore im DFB-Trikot erzielten.
Insgesamt verfolgten 14.394 Zuschauer das Spektakel im Stadion. Wück hob hervor, dass die Wechsel in der zweiten Halbzeit entscheidend für den Erfolg waren, und erläuterte, dass sich das Team auf „die Basics“ konzentrieren müsse, um Abspielfehler und verlorene Zweikämpfe zu reduzieren.
Ausblick auf die EM und die nächsten Spiele
Die positive Entwicklung in der zweiten Halbzeit lässt auf eine erfolgreiche Europameisterschaft hoffen, die vom 2. bis 27. Juli in der Schweiz stattfinden wird. Deutschland tritt dort als Vize an und sieht in den kommenden Nations-League-Spielen gegen Schottland am 4. und 8. April eine wichtige Gelegenheit zur weiteren Leistungssteigerung.
Unter Wücks Führung, der seit Oktober 2024 im Amt ist, fand die deutsche Frauenfußballmannschaft nach einer enttäuschenden 1:2-Niederlage im Testspiel gegen Italien nun zu ihren Stärken zurück. Der neue Nations-League-Zyklus stellt eine Chance zur Weiterentwicklung des Teams dar, und die Spielerinnen sowie der Trainer freuen sich auf einen erfolgreichen Start ins EM-Jahr.
Die Schiedsrichterin Ivana Martinic sorgte während des Spiels für Aufregung, als sie ein Foul im Strafraum nicht ahndete. dennoch überwogen die positiven Aspekte in der zweiten Halbzeit und die klare Ansage des Trainers, dass es an der Zeit sei, an den grundsätzlichen Fähigkeiten zu arbeiten.
Die Herausforderungen, die die nächsten Monate mit sich bringen werden, sind groß, doch die Hoffnung auf eine erfolgreiche EM steht im Raum. Wück und sein Team wissen, dass der Weg noch weit ist.
Weitere Informationen zu diesem Spiel finden sich bei Süddeutsche.de, sowie im Live-Ticker auf Bild.de und für den umfassenden sportlichen Kontext auf ZDF.de.