
Miriam Neureuther hat kürzlich für Aufsehen gesorgt, als sie trotz widriger Wetterbedingungen mit ihrem Baby einen Spaziergang im Regen unternahm. Die 34-jährige ehemalige Profisportlerin und ihr Ehemann, der 41-jährige Felix Neureuther, sind stolze Eltern von vier Kindern. Ihr jüngstes Kind erblickte am 10. März 2025 das Licht der Welt. Auf Instagram teilte Neureuther ihren erfrischenden Ausflug in die Natur und betonte die Bedeutung von frischer Luft für sich und ihr Baby. Diese Entscheidung zeigt nicht nur ihre Abenteuerlust, sondern auch ihr Bedürfnis nach Naturverbundenheit in dieser besonderen Zeit des Wochenbetts.
Zurück im Rampenlicht verweist Neureuther auf die Herausforderungen, die Profisportlern oft begegnen. In diesem Zusammenhang äußerte sie sich offen über den Druck, der insbesondere bei Ernährung und Körpergewicht besteht. In der Dokumentation „Hungern für Gold“ berichten Neureuther und ihre Kollegin Kim Bui über die oftmals tragischen Essstörungen im Leistungssport. Neureuther erklärt, dass trotz eines unterstützenden familiären Umfelds und eines guten Trainers auch sie den Druck verspürte, abzunehmen. Diese Gesellschaftsnormen und der ständige Druck können ernsthafte psychische und physische Folgen nach sich ziehen.
Der Diät-Wahn im Profisport
Die Doku beleuchtet, wie weit der Diät-Wahn im Profisport geht. Essstörungen, die häufig unbemerkt bleiben, sind eine schleichende Bedrohung für Athleten. Es gibt verschiedene Formen, wie Anorexia Athletica, Bulimie und Binge-Eating-Störung, die allesamt durch den Leistungsdruck und unrealistische Körperideale gefördert werden. Insbesondere Frauen sind davon betroffen, was schwerwiegende gesundheitliche Konsequenzen nach sich ziehen kann. Neureuther, die nach einer verletzungsbedingten Auszeit ihr Essverhalten hinterfragte, ist sich der Wichtigkeit einer ausgewogenen Ernährung bewusst. „Hungern ist nicht der richtige Weg“, sagt sie, und betont, dass der Körper Energie benötigt.
Der Druck auf Profiathleten, Bestleistungen zu erbringen, führt oft zu einem verzerrten Körperbild, und diese Problematik wird sowohl in der Doku als auch in verschiedenen Gesprächen mit ehemaligen Athleten deutlich. Bui, die bereits im Alter von 15 Jahren mit Bulimie kämpfte, wurde von ihrer Trainerin zu einer Therapie geschickt, um ihrer schweren Krankheit entgegenzuwirken. Solche Geschichten machen deutlich, dass eine offene Diskussion über Essstörungen im Sport dringend notwendig ist.
Präventionsmaßnahmen und Unterstützung
Um Essstörungen im Leistungssport vorzubeugen, ist ein unterstützendes Umfeld von entscheidender Bedeutung. Sportvereine sollten darauf abzielen, Schulungen für Trainer und Betreuer anzubieten, sowie den Zugang zu Fachwissen über gesunde Ernährung zu fördern. Psychologische Unterstützung sowie Ernährungsberatung sind essentielle Elemente, um betroffenen Sportlern die Hilfe zu bieten, die sie benötigen.
Schließlich zeigt der Fall Neureuther, dass die Auseinandersetzung mit dem eigenen Körper und dem mentalen Druck nicht nur wichtig für Athleten, sondern auch für Familienangehörige ist. Ihr Beispiel und der unverblümte Austausch über ihre Erfahrungen sind ein Schritt in die richtige Richtung, um mehr Bewusstsein für diese Kritikpunkte im Sport zu schaffen.