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Sachsen im Bierrausch: Zahl der Brauereien steigt trotz Rückgang in Deutschland!

In einem bemerkenswerten Kontrast zum bundesweiten Trend verzeichnen die sächsischen Brauereien ein bemerkenswertes Wachstum. Laut den aktuellen Zahlen hat sich die Anzahl der Brauereien in Sachsen in den letzten 30 Jahren mehr als verdoppelt. Von 2019 bis 2024 kamen allein sieben neue Brauereien hinzu, sodass im Jahr 2024 insgesamt 84 Brauereien in Sachsen gezählt werden konnten. Diese Entwicklung steht im direkten Gegensatz zu den bundesweiten Rückgängen, bei denen die Anzahl der Braureien seit 2019 um 93 gesunken ist, darunter 50 in Bayern. Bayern bleibt jedoch das Bundesland mit der höchsten Brauereidichte und zählte im Jahr 2024 immer noch beeindruckende 598 Brauereien, wie die LVZ berichtet.

Die Gründe für den Rückgang der Brauereien in Deutschland sind vielschichtig und reichen von gestiegenen Energiepreisen bis hin zu einer allgemeinen Konsumzurückhaltung. Diese Herausforderung wird insbesondere durch die Notwendigkeit verstärkt, große Investitionen zu tätigen, um die Klimaziele zu erreichen. Viele Brauereien stehen vor der Aufgabe, bis 2045 klimaneutral zu werden, was erhebliche Umstellungen in der Produktion erfordert. Die Umstellung von Gas auf Strom könnte bedeuten, dass bis zu 80 Prozent der bestehenden Anlagen neu gebaut werden müssen. Für diese Transformation sind einige der erforderlichen Technologien noch nicht ausgereift, was die Planbarkeit der Strompreise für die Zukunft der Brauereien als entscheidend erscheinen lässt, so der Wirtschaft-Ratgeber.

Die Entwicklung der Brauereien in Sachsen

Ein Blick zurück zeigt, dass es im Jahr 1995 in Sachsen nur 32 Brauereien gab. Der Anstieg auf 84 Brauereien innerhalb von fast drei Jahrzehnten unterstreicht das Wachstum und die Beliebtheit der Braukultur in der Region. Neben Sachsen zeigt auch Thüringen mit vier zusätzlichen Brauereien und Mecklenburg-Vorpommern mit drei Neugründungen einen positiven Trend. Dennoch heißt das nicht, dass die Branche ohne Herausforderungen ist. Die energieintensive Industrie in Sachsen-Anhalt steht unter Druck, insbesondere in Anbetracht des steigenden Anteils der Energiepreise am Gesamtbudget. Im verarbeitenden Gewerbe entfallen 71% des Energieverbrauchs auf energieintensive Branchen.

Das Ziel, die Treibhausgasemissionen bis 2045 zu reduzieren, ist in Deutschland gesetzlich verankert, und dies hat direkte Auswirkungen auf die Brauereien. Projekte wie „Brauerei der Zukunft“ untersuchen, wie die energieintensive Brauproduktion klimaneutral gestaltet werden kann. Der Brauprozess selbst erfordert hohe Energiemengen für verschiedene Schritte wie Maischen und Gären. Dabei spielen moderne Techniken wie Solarthermie, Geothermie und Wasserstoffnutzung eine zentrale Rolle. Die Entwicklung effektiver CO2-Einsparmaßnahmen wird als Entscheidungsfaktor für zukünftige Investitionen betrachtet, und bereits bestehende ineffiziente Systeme sollen durch innovative Ansätze ersetzt werden, wie die Klimadiskurs erläutert.

Ausblick auf die Zukunft

In den kommenden Jahren müssen die sächsischen Brauereien also nicht nur ihre Produktionskapazitäten ausbauen, sondern auch innovative Ansätze zur Energieeffizienz verfolgen. Dies könnte nicht nur helfen, den eigenen Energiebedarf zu senken, sondern auch einen Beitrag zur Reduzierung der CO2-Emissionen in der gesamten Branche leisten. Der Markt wird sich erheblich verändern, und es wird spannend sein zu beobachten, wie sich die Brauereien dieser Herausforderung stellen und darauf reagieren. Dies ist besonders wichtig, da der Wettbewerb auf dem deutschen Biermarkt zunehmend von den Preisanstiegen und den Anforderungen an die Klimaneutralität geprägt wird.

Statistische Auswertung

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Sachsen, Deutschland
Beste Referenz
lvz.de
Weitere Infos
wirtschaft-ratgeber.de

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