Berlin

Brandenburger Tor erstrahlt in Orange: Berlin trauert um Geiseln der Hamas

Am 26. Februar 2025 wurde das Brandenburger Tor in Berlin in einem eindrucksvollen Orange beleuchtet, um Solidarität mit den israelischen Geiseln auszudrücken. Dieser besondere Lichtblick war Teil der Gedenkveranstaltung anlässlich der Beisetzung von Shiri Bibas und ihren beiden Söhnen Kfir und Ariel, die von Hamas-Terroristen ermordet worden waren. Die Berliner Senatskanzlei gab bekannt, dass die Beisetzung der drei in Israel stattfand, und dass sie alle die deutsche Staatsangehörigkeit besaßen. Die Lichtinstallation am Brandenburger Tor trug die Schriftzüge „Never Forget“ und „Bring Them Home Now“, was die Dringlichkeit und den Schmerz der Situation unterstrich, wie Welt berichtet.

Shiri Bibas und ihre Söhne wurden am Mittwoch, dem 21. Februar 2025, in einem Friedhof nahe ihres Heimatortes Nir Oz beigesetzt. Die Zeremonie war privat und wurde ohne die Anwesenheit von Politikern abgehalten. Während des Trauermarsches, an dem Zehntausende teilnahmen, wurden Trauerreden gehalten, und Shiris Ehemann Yarden Bibas hielt eine emotionale Ansprache. Auch ihre Schwester forderte Rechenschaft für das Versagen der israelischen Verantwortlichen beim Hamas-Angriff am 7. Oktober 2023. In einem Schmerz gerührt, schwenkten die Teilnehmer Flaggen und hielten Schilder mit der Bitte „Vergebt uns“ hoch, was der Mitteilung von Tagesschau zu entnehmen ist.

Symbol der Trauer und des Protestes

Die Beisetzung der Bibas-Familie wurde begleitet von einem öffentlichen Trauerzug, der sich über etwa 100 Kilometer erstreckte. Dies spiegelte den tiefen Schmerz und die Empörung in der israelischen Gesellschaft wider. Die beiden Kinder, Kfir und Ariel, waren die jüngsten Geiseln, die am 7. Oktober 2023 von Hamas entführt wurden und schließlich unter tragischen Umständen ums Leben kamen. Die israelische Armee gab bekannt, dass die Kinder im November 2023 brutal ermordet worden seien, während Hamas behauptete, sie seien bei einem israelischen Luftangriff getötet worden, woraufhin eine hitzige Debatte über die Umstände und die Handlungen beider Seiten entbrannte.

Die Übergabe der Leichname der Bibas-Familie wurde von weiteren Gedenkinitiativen und politischen Forderungen begleitet. Medienberichten zufolge wurden Gespräche über die Rückgabe weiterer Geiseln geführt, wobei im Gegenzug 600 palästinensische Häftlinge aus israelischen Gefängnissen freigelassen werden sollten. Diese Entwicklungen zeigen die Komplexität und die emotionalen Turbulenzen, die den Konflikt umgeben.

Kontext der aktuellen Konflikte

Während dieser turbulenten Zeiten hat der UNO-Menschenrechtsrat eine Resolution verabschiedet, die eine Untersuchung möglicher Kriegsverbrechen im Konflikt zwischen Israel und Hamas fordert. Spezifische Vorwürfe gegen Israel zeigen auf, dass die Luftangriffe auf den Gazastreifen potenziell Kriegsverbrechen darstellen, während auch Hamas wegen ihrer Raketenangriffe gegen Israel kritisiert wurde. Diese Konfliktsituation wirft grundlegende Fragen zur Einhaltung des Völkerrechts und zu menschlichen Kosten auf, die in den letzten Monaten in den Fokus der internationalen Gemeinschaft gerückt sind, wie in SRF dargelegt wird.

Der tragische Fall der Bibas-Familie ist nicht nur eine Anklage an die Umstände des Konflikts selbst, sondern auch ein Symbol für die menschlichen Tragödien, die aus anhaltenden politischen und militärischen Spannungen resultieren. Der Ruf nach Gerechtigkeit und Frieden bleibt in Israel und darüber hinaus richtungsweisend.

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Nir Oz, Israel
Beste Referenz
welt.de
Weitere Infos
tagesschau.de

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