
Im Rahmen ihrer umjubelten „Girls Just Wanna Have Fun Farewell“-Tour gab Cyndi Lauper am 26. Februar 2025 ihr letztes Konzert in der Uber Arena in Berlin. Der 71-jährigen Ikone, die über 40 Jahre im Rampenlicht steht, kamen bei diesem emotionalen Anlass zahlreiche Fans, viele von ihnen in bunten Outfits und mit farbenfrohen Perücken gekleidet, die ihren einzigartigen Stil feierten. Das Konzert begann um 14:00 Uhr und wurde durch ein Techno-Set von DJ Tracy Young eröffnet, das gemischte Reaktionen hervorrief.
Als Lauper schließlich die Bühne betrat, begann sie kraftvoll mit ihrem Hit „She Bop“, gefolgt von einem Blockflöten-Solo, das für einige Überraschung sorgte. Das Publikum erlebte eine nostalgische Reise durch Laupers Karriere, während sie persönliche Geschichten aus ihrer Kindheit und ihrem Werdegang teilte. Ein emotionaler Höhepunkt war die Darbietung von „True Colors“, die nicht nur ein wichtiges Lied für Lauper, sondern auch für die LGBTQ+-Community ist. Lauper blickte auf ihre Errungenschaften zurück und betonte die Bedeutung des Kampfes für die Rechte von LGBTQ+-Jugendlichen. Diese Themen sind besonders relevant in Anbetracht der fortwährenden Diskriminierung, mit der viele junge Menschen konfrontiert sind.
Laupers Vermächtnis
Cyndi Lauper ist nicht nur für ihre Musik bekannt, sondern auch für ihren aktiven Einsatz für soziale Gerechtigkeit. Die Gründung der Organisation True Colors United im Jahr 2008, die sich gegen Obdachlosigkeit unter LGBTQ+-Jugendlichen stark macht, ist ein zentrales Element ihres Wirkens. Lauper begleitete diese Mission durch zahlreiche Auftritte und Spendenaktionen, darunter ihre Initiative „Girls Just Want to Have Fundamental Rights“ zur Unterstützung von Frauenrechten und reproduktiver Gesundheitsversorgung, die in der aktuellen politischen Landschaft von Bedeutung ist.
Der Einfluss ihrer Lieder geht über den Unterhaltungswert hinaus. Ihr Song „Sally’s Pigeons“ bezieht Stellung zu Abtreibungsrechten und spiegelt Laupers Engagement wider, auch politisch aktiv zu sein. So plante sie einen Auftritt im Fox Theatre als Teil ihrer Abschiedstour, um erneut Bewusstsein für wichtige Themen zu schaffen.
Während des Konzerts in Berlin sang das Publikum leidenschaftlich mit bei „Time After Time“, trotz kleiner stimmlicher Schwierigkeiten Laupers. Auch rockige Hits wie „Money Changes Everything“ und „Sisters of Avalon“ waren Teil des Programms und zeigten die Vielfalt ihres musikalischen Schaffens. Ein weiteres Highlight war das große Finale, in dem Lauper gemeinsam mit der Sängerin Peaches ihre Hymne „Girls Just Wanna Have Fun“ intonierte.
Ein würdiger Abschied
Im Anschluss an die Tour plant Lauper, ein neues Studioalbum zu produzieren und sich intensiver dem Schreiben von Gedichten und der Malerei zu widmen. Zudem reflektiert sie über die Herausforderungen, die sie in der Musikbranche erlebt hat, und die Wichtigkeit von Individualität. So wird ihr neues Dokumentarfilmprojekt „Let the Canary Sing“, das ihre Karriere und ihren unermüdlichen Einsatz für die LGBTQ+-Gemeinschaft beleuchtet, Begeisterung auslösen. Der Film feierte seine Premiere während des Pride Month und zeigt eindrucksvoll Laupers Einfluss bis heute.
Während sie sich von der großen Bühne verabschiedet, bleibt ihre Botschaft klar: Es ist wichtig, aktiv für soziale Gerechtigkeit einzutreten und die Stimmen derjenigen zu unterstützen, die oft nicht gehört werden. Laupers letzte Konzerte sind ein herzlicher und kraftvoller Abschied von einer Künstlerin, die nicht nur die Musikwelt verändert hat, sondern auch das Leben vieler Menschen berührt hat.
Für weitere Informationen, besuchen Sie bitte die Artikel auf rbb24, Pride Source und Advocate.