
Am 10. April 2025 findet in der Studiobühne der Universität Münster eine besondere Veranstaltung statt, die sich dem bürgerschaftlichen Engagement in Wissenschaft und Forschung widmet. Unter dem Titel „mitdenken – mitmachen – mitforschen“ wird der Nachmittag zum Forum für alle Interessierten, die sich aktiv an Forschungsprojekten beteiligen möchten. Die Veranstaltung, die um 16 Uhr beginnt, wird von der Arbeitsstelle Forschungstransfer (AFO) und der Universitätsstiftung Münster organisiert und steht im Zeichen der Quantenphysik, passend zum internationalen Jahr der Quantenwissenschaft und -technologie.
Die Programmgestaltung umfasst eine Reihe von Mitmach-Experimenten zur Quantenphysik, die den Teilnehmenden die Möglichkeit bieten, praktische Erfahrungen in diesem spannenden Forschungsfeld zu sammeln. Ein Höhepunkt des Nachmittags wird die Ehrung der zwei besten Projekte des Citizen-Science-Wettbewerbs 2024 sein, die herausragende Beiträge zur Stärkung der Bürgerwissenschaften leisten.
Festvortrag und Anmeldung
Als besonderen Programmpunkt wird der Festvortrag von Prof. Dr. Iris Niehues erwartet. Ihr Vortrag mit dem Titel „Quantenmaterialien erobern die Welt – wenn Stoffe auf kleinster Skala Großes bewirken“ wird die Bedeutung von Quantenmaterialien in der modernen Forschung beleuchten. Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos, jedoch wird eine Anmeldung empfohlen, um die Planungen zu erleichtern. Interessierte können sich unter diesem Link registrieren.
Der Citizen-Science-Wettbewerb verfolgt das Ziel, Bürger in den Forschungsprozess einzubeziehen. Bürger können dabei Fragen entwickeln, Daten erheben und Ergebnisse kommunizieren, um so neues Wissen für Wissenschaft und Gesellschaft zu schaffen. Insgesamt wird der Wettbewerb durch die Universitätsstiftung Münster mit 20.000 Euro gefördert.
Bedeutung der Citizen Science
Diese Initiative ist Teil eines größeren Bedarfs an Engagement und Vernetzung innerhalb der Citizen-Science-Community in Deutschland. Die Entwicklung des Grünbuchs „Citizen Science Strategie 2020“ zeigt, wie wichtig die Einbindung von Akteuren aus Wissenschaft, Gesellschaft und Politik ist. Laut mitforschen.org hatten sich über 1.200 Akteure und Interessengruppen aus mehr als 380 Organisationen und Einrichtungen an diesem Prozess beteiligt.
Die Ergebnisse dieser Initiative resultieren in einem zunehmend breiten Diskurs über die Möglichkeiten und Potenziale von Citizen Science. Dies umfasst sowohl universitäre als auch außeruniversitäre Einrichtungen, sowie zivilgesellschaftliche Organisationen, die alle gemeinsam zur Kapazitätsentwicklung beitragen.
Um das Verständnis und die Unterstützung für Citizen Science zu fördern, finden vielfältige Veranstaltungen statt, darunter die „Lange Nacht der Wissenschaft“ in Städten wie Leipzig und Berlin. Durch Dialogforen und Workshops kam es zu einem regen Austausch zwischen Bürgern, Wissenschaftlern und politischen Entscheidungsträgern.
Die Veranstaltung am 10. April in Münster bietet somit nicht nur eine Plattform für Wissensaustausch, sondern fördert auch die aktive Mitgestaltung der Bürger in der Wissenschaft. Die Universität Münster setzt mit dieser Initiative ein klares Zeichen für die Bedeutung von Bürgerengagement in der Forschung und schafft neue Möglichkeiten für die zukünftige Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Gesellschaft.