
Am 5. April 2025 versammeln sich Tausende von Menschen in den Vereinigten Staaten, um gegen die Politik von Präsident Donald Trump und seinem Berater Elon Musk zu demonstrieren. Unter dem Motto „Hands off“ finden landesweit über 1.000 Protestveranstaltungen statt. Die Organisatoren erwarten allein in Washington D.C. eine Rekordteilnahme an der größten Kundgebung, die am National Mall in unmittelbarer Nähe zum Weißen Haus abgehalten wird. Schätzungen zufolge könnten insgesamt mehr als 250.000 Menschen an den Protesten teilnehmen, obwohl genaue Zahlen noch unklar sind. Dies stellt die größte Protestbewegung gegen Trump seit seinem Amtsantritt dar, berichtet op-online.de.
Die Demonstrationen breite Themen ab, einschließlich geplanter Kürzungen in Verwaltung und Bildungswesen sowie zusätzlicher Zölle, die Trump kürzlich angekündigt hat. Diese wirtschaftlichen Maßnahmen sorgen für Unsicherheit und werden von den Protestierenden scharf kritisiert. Vorwürfe der Aushöhlung von Demokratie und Rechtsstaatlichkeit stehen ebenfalls im Mittelpunkt der Reden, die von mehreren Abgeordneten der Demokraten in Washington gehalten werden. Botschaften wie „Nicht mein Präsident!“ und „Hört auf, Amerika zu zerstören“ sind auf den Schildern der Demonstrierenden zu lesen.
Internationale Solidarisierung
Die Proteste beschränken sich nicht nur auf die USA. Auch in Europa und anderen Ländern gibt es Aktionen, darunter in Kanada, Großbritannien, Frankreich und Mexiko. In Deutschland finden Demonstrationen in Frankfurt am Main und Berlin statt, wo Teilnehmer vor einem Tesla-Ausstellungsraum zusammenkommen. Die Polizei in Berlin spricht von 250 Teilnehmern, während die Veranstalter eine hohe Zahl von Hunderten melden. Organisationen wie Campact, Fridays for Future und das Bündnis „Tesla den Hahn abdrehen“ sind an den Aktionen beteiligt.
In Washington D.C. versammeln sich die Teilnehmer am Washington Monument, um ein Amtsenthebungsverfahren gegen Trump zu fordern und die Verfassung zu verteidigen. Ex-Präsident Barack Obama hat sich ebenfalls zu Wort gemeldet und zeigt sich besorgt über die Auswirkungen von Trumps Politik auf Bildungseinrichtungen. Senator Corey Booker appelliert während seiner Rede im US-Kongress an moralisches Handeln, um die wiederkehrenden Konflikte in der Gesellschaft zu adressieren.
Vielfältige Protestformen
Die Proteste finden nicht nur in Washington D.C. statt, sondern verbreiten sich über alle 50 Bundesstaaten. Diverse Gruppen und Organisationen haben sich zusammengeschlossen, darunter Gewerkschaften und Gruppen wie die Human Rights Campaign und Greenpeace. Es sind etwa 1.200 Demonstrationen in den USA geplant, wobei die überwiegende Mehrheit der Protestierenden aus der Zivilgesellschaft kommt, die sich gegen die Politik von Trump und die programmatischen Entscheidungen von Musk stellt. In Städten wie New York City, Houston und Lansing werden ebenfalls massenhafte Kundgebungen sichtbar.
Die heutige Protestwelle wird von vielen als entscheidender Moment im Widerstand gegen die aktuelle Regierung betrachtet, insbesondere angesichts der wirtschaftlichen und sozialen Unsicherheiten, die durch die angekündigten Maßnahmen verschärft werden. Trotz eines enormen Mobilisierungsversuchs stehen die Teilnahmezahlen hinter den Rekorden früherer Proteste zurück, wie etwa dem Women’s March 2017, bei dem in Washington D.C. schätzungsweise eine halbe Million Menschen gezählt wurden.