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Margherita-von-Brentano-Preis 2025: Auszeichnung für Frauenforschung in Berlin!

Die Freie Universität Berlin zeichnet in diesem Jahr erneut herausragende Leistungen in der Geschlechterforschung und Gleichstellung mit dem Margherita-von-Brentano-Preis aus. Der Preis wird seit 1995 verliehen und gilt als die höchstdotierte Auszeichnung für Gender Studies und Frauenprojekte in Deutschland. Mit einem Preisgeld von 15.000 Euro würdigt der Preis sowohl wissenschaftliche Leistungen als auch Projekte, die sich für die Förderung von Frauen und Geschlechtergerechtigkeit einsetzen.

Der Preis wird alle zwei Jahre vergeben und ist nach der bedeutenden Philosophin und Feministin Margherita von Brentano benannt. Deren Engagement für die Gleichstellung der Geschlechter reicht bis in die 1960er Jahre zurück, als sie sich gegen die berufliche Diskriminierung von Frauen an Universitäten einsetzte. Von Brentano war nicht nur die erste Frau im Präsidium der Freien Universität, sondern sie habilitierte sich auch 1971 am Institut für Philosophie.

Einreichungsfristen und Verleihung

Bewerbungen und Vorschläge für den aktuellen Preis müssen bis zum 15. April 2025 in elektronischer Form beim Margherita-von-Brentano-Zentrum eingereicht werden. Die Preisverleihung ist für den Herbst 2025 angesetzt. Seit 2017 wird der Auswahlprozess durch das Margherita-von-Brentano-Zentrum koordiniert.

  • Bisherige Preisträgerinnen umfassen:
    • Datenbankprojekt „Feminizidmap“ (2021): Dokumentiert Tötungsdelikte an Frauen und Mädchen seit 2019.
    • Initiative „Medical Students for Choice“ (2019): Setzt sich für das Recht auf sexuelle Selbstbestimmung ein.
    • Forschungsgruppe „Frauen und Flucht“ (2017): Untersucht die Bedürfnisse geflüchteter Frauen.
    • Seyran Ateş (2006): Rechtsanwältin und Frauenrechtlerin.

Die Auszeichnung hat im Laufe der Jahre verschiedene Initiativen und Projekte gewürdigt, die sich mit der gesellschaftlichen Rolle von Frauen und den Herausforderungen der Gleichstellung auseinandersetzen. Von Anfang an hat der Preis auch zum Ziel, die Sichtbarkeit von Frauen in der Wissenschaft zu erhöhen und Gender Studies zu institutionalisieren.

Geschlechterforschung im Wandel

Die Entwicklung der Geschlechterforschung ist eng mit der Geschichte der feministischen Bewegungen in Deutschland verknüpft. Wurzelnd in den Anfängen der Frauenforschung der 1960er und 70er Jahre, hat sich die Disziplin über die letzten Jahrzehnte hinweg stark gewandelt. Themen wie ungerechte Bezahlung, Hausarbeit und Gewalt gegen Frauen wurden zunehmend Gegenstand wissenschaftlicher Auseinandersetzungen.

Die Geschlechterforschung hat sich nicht nur aus der Frauenforschung entwickelt, sondern auch neue Fragestellungen in den Vordergrund gerückt, etwa zu Geschlechterverhältnissen und der sozialen Konstruktion von Geschlecht. Dies verdeutlicht die inter- und transdisziplinäre Ausrichtung, die es ermöglicht, Geschlechterfragen in unterschiedlichen gesellschaftlichen Kontexten zu analysieren.

Mit über 100 Professuren in Deutschland und der Gründung von spezialisierten Forschungszentren hat die Geschlechterforschung einen institutionellen Rückhalt gewonnen, der die Grundlage für eine vertiefte Auseinandersetzung mit Geschlechterfragen in nahezu allen akademischen Disziplinen bietet, wie die Universität Bielefeld berichtet.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der Margherita-von-Brentano-Preis nicht nur eine wichtige Auszeichnung für Persönlichkeiten und Projekte darstellt, sondern auch ein bedeutender Beitrag zur Förderung der Geschlechterforschung in Deutschland ist. Er reflektiert den fortwährenden Diskurs über Gleichstellung und die Rolle der Geschlechter in der Wissenschaft.

Statistische Auswertung

Genauer Ort bekannt?
Freie Universität Berlin, 14195 Berlin, Deutschland
Beste Referenz
fu-berlin.de
Weitere Infos
de.wikipedia.org

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