
Am 5. April 2025 fanden landesweit in den USA Proteste gegen die Politik von Präsident Donald Trump und seinem Berater Elon Musk statt. Über 1.200 Demonstrationen wurden in allen 50 Bundesstaaten organisiert, wobei das Motto der Hauptveranstaltung in Washington „Finger weg!“ lautete. Die Teilnehmer kritisierten die Aushöhlung von Demokratie und Rechtsstaatlichkeit, die sich vor allem in Kürzungen im Verwaltungs- und Bildungswesen sowie in der Erhöhung von Zöllen zeigte. Plakate wie „Nicht mein Präsident!“, „Hört auf, Amerika zu zerstören“ und „Schande über Trump“ waren in den Händen der Demonstranten zu sehen.
Besondere Aufmerksamkeit erhielten auch die Proteste in großen Städten wie New York City, Lansing (Michigan), Houston (Texas) und Palm Beach Gardens (Florida). Eine Vielzahl von Organisationen, darunter Gewerkschaften, die Human Rights Campaign und Greenpeace, mobilisierten ihre Mitglieder für die Proteste. Jedoch blieben die Teilnehmerzahlen hinter den Rekorden des Women’s March von 2017 zurück, als allein in Washington eine halbe Million Menschen zusammenkamen.
Internationale Proteste
Die Proteste beschränkten sich nicht nur auf die USA. In mehreren europäischen Hauptstädten, darunter Berlin, Rom, Paris, London und Lissabon, fanden ebenfalls Demonstrationen statt. In Berlin versammelten sich etwa 250 Menschen, um gegen Elon Musk zu protestieren, während die Veranstalter von einer weit höheren Zahl sprachen. Hier wurde direkt mit Slogans wie „Halt die Klappe, Elon, niemand hat für dich gestimmt“ auf Musk verwiesen. Zudem richteten sich einige Plakate an Trump, mit Forderungen wie „Restore Democracy“ und „Hände weg von unseren persönlichen Daten“.
In Paris nahmen rund 200 Menschen an einem Protest auf der Place de la République teil. Die Demonstranten zeigten Plakate mit Botschaften wie „Resist Tyrant“ und „Save Democracy“. Besondere Aufmerksamkeit erhielt eine Live-Performance von Bob Dylans „Masters of War“, die die Kritik an der US-Politik untermalte. In London forderten die Demonstrierenden mit Slogans wie „Hände weg von Kanada“ und „Hände weg von der Ukraine“ internationale Solidarität. Der Großteil der Teilnehmer waren amerikanische Staatsbürger, unterstützt von verschiedenen europäischen Demonstranten.
Die Ursachen der Unzufriedenheit
Die Proteste spiegeln eine tiefgreifende Unzufriedenheit mit der aktuellen US-Administration wider, deren Politik nicht nur nationale, sondern auch internationale Dimensionen betrifft. Die angekündigten globalen Zölle von Trump sorgten für zusätzliche Spannungen. Die Kritiker wiesen dabei nicht nur auf die direkten wirtschaftlichen Auswirkungen hin, sondern auch auf den Einfluss von Elon Musk und die Gefahren, die von einer als undemokratisch empfundenen Regierungsführung ausgehen. In den europäischen Städten wurde die Hoffnung laut, dass solche Aktionen die US-Politik zur Verantwortung ziehen.