
Starlight Express, das beliebte Musical, begeistert seit fast 36 Jahren die Zuschauer in Bochum. Jährlich zieht es Tausende von Menschen an, die die aufregenden Aufführungen erleben möchten. Der Cast des Musicals wird ständig weiterentwickelt, was dem Stück neuen Schwung verleiht. Ein aktuelles Beispiel für diese Veränderungen ist Farah Liss, die mit 25 Jahren die Rolle des Gepäckwagens Carrie spielt.
Farah Liss beschreibt ihre Figur Carrie als „verrückt“ und „überdreht“. Bemerkenswert ist, dass sie vor ihrem Engagement bei Starlight Express keine Erfahrung mit Rollschuhen hatte. Ihr Abenteuer begann eine Woche vor dem Start der Skate School, in der sie intensive Trainings absolvierte. Innerhalb von nur vier Monaten bewältigte sie die gesamte Choreografie, um bereit für die Bühne zu sein.
Neue Herausforderungen für Farah Liss
Ab Mai wird Farah Liss die Hauptrolle der Pearl übernehmen. Ihre Vorfreude auf diese neue Herausforderung ist spürbar. Sie betont, dass die Darsteller viel Arbeit und Schweiß in die Aufführungen stecken, um die Shows für das Publikum mühelos erscheinen zu lassen. Diese Hingabe wird von den Zuschauern geschätzt und trägt zur anhaltenden Beliebtheit des Musicals bei.
Die Entwicklung von Musicals in Deutschland ist eine faszinierende Geschichte. Musicals kombinieren Live-Gesang, Musik, Tanz und Schauspiel und erfreuen sich wachsender Beliebtheit. Der erste Anstoß für die Musical-Kultur gab das Stück „The Black Crook“, das 1866 uraufgeführt wurde und den Beginn des Broadways in Amerika markierte. In Deutschland kam es in den 1920er Jahren zu ersten Berührungspunkten mit amerikanischen Revuen, die in Berlin Einzug hielten, obwohl die heutige Form des Musicals noch nicht etabliert war.
Ein Blick auf die Musicalgeschichte
In den 1950er Jahren kehrten internationale Produktionen nach Deutschland zurück, unterstützt durch die US-amerikanische Besatzung. Klassiker wie „My Fair Lady“ und „West Side Story“ trugen zur Etablierung des Musicals als eigenständige Kunstform bei. In den 1980er Jahren brachte der Produzent Friedrich Kurz „CATS“ nach Hamburg, was die Stadt zur Musical-Hauptstadt machte. In den 1990er Jahren entstanden große Musicaltheater in Städten wie Hamburg, Stuttgart und Bochum, was den kommerziellen Erfolg der Branche förderte.
Deutsche Produktionen haben mittlerweile eigene Musicals entwickelt, die international erfolgreich sind, wie „Ich war noch niemals in New York“ und „Elisabeth“. Diese Branchen haben sich zu einem bedeutenden Wirtschaftsfaktor entwickelt und bieten spezialisierte Ausbildungsprogramme mit hoher Produktionsqualität. Angesichts der steigenden Konkurrenz durch Streamingalternativen müssen die Musicals sich jedoch ständig neu erfinden, um neue Zielgruppen zu erreichen.
Die Vergangenheit und die Gegenwart der Musical-Industrie in Deutschland verdeutlichen, wie sich der Sektor zunehmend als wichtiger Standort in der weltweiten Musicalszene etabliert hat. Mit Darstellern wie Farah Liss, die frischen Wind in bewährte Formate bringt, bleibt die Zukunft der Musicals in Bochum und darüber hinaus spannend.
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