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Prozess um Raketenschuss: Influencer in Berlin vor Gericht!

Der Prozess gegen einen 23-jährigen Influencer hat am Landgericht Berlin begonnen. Der Angeschuldigte steht im Verdacht, in der Silvesternacht eine Feuerwerksrakete gezielt durch ein Fenster in eine Wohnung in Berlin-Neukölln geschossen zu haben. Diese Tat führte zu Anklagepunkten wie versuchter schwerer Brandstiftung, versuchter gefährlicher Körperverletzung und Sachbeschädigung. Der Prozess wird insgesamt vier Tage dauern, mit ersten Zeugenvernehmungen an diesem ersten Verhandlungstag. Laut zvw.de wurde der Angeklagte am 4. Januar am Flughafen BER festgenommen, als er versuchte, Deutschland zu verlassen.

Seit dieser Festnahme befindet sich der Mann in Untersuchungshaft aufgrund von Fluchtgefahr. Bei der Tat selbst landete die Rakete in einer Wohnung und beschädigte dort sowohl das Bett als auch die Tapete im Schlafzimmer. Glücklicherweise konnte der Bewohner durch schnelles Handeln verhindern, dass ein Feuer ausbrach. Es gab keine Verletzten, jedoch warf ein Nutzer auf Instagram das Video des Vorfalls online, welches mehr als 6 Millionen Aufrufe verzeichnete, bevor es nach 36 Stunden gelöscht wurde.

Details zur Tat und Reaktionen

Die Staatsanwaltschaft wirft dem Influencer vor, mediales Interesse gesucht und rücksichtslos gehandelt zu haben. Auch wenn der Angeklagte bislang zu den Vorwürfen schweigt, entschuldigte er sich in einem späteren Beitrag bei den Betroffenen. Seine Entschuldigung versichert, dass es nie seine Absicht war, jemanden zu verletzen, und dass er keine Kenntnisse über die Funktionsweise solcher Raketen hatte. Sollte er schuldig gesprochen werden, drohen ihm Freiheitsstrafen von bis zu einem Jahr für die schwerwiegenden Anklagepunkte und Geldstrafen für Sachbeschädigung, wie rbb24.de berichtet.

Der Vorfall ist Teil eines größeren Problems, das Berlin in der Silvesternacht betraf. Über 1.500 Straftaten, einschließlich 89 Fällen, die bei der Staatsanwaltschaft eingingen, wurden registriert. Gleichzeitig führte eine Razzia bei acht Verdächtigen zu laufenden Ermittlungen wegen einer Explosion einer Kugelbombe in Schöneberg, die schwere Schäden an Autos und Gebäuden verursachte und mehrere Verletzte forderte. Diese Situation verdeutlicht die Gefahren des Feuerwerksgebrauchs zu Silvester, das in den letzten Jahren immer wieder für Konflikte sorgt und die Debatte über ein Verbot von Feuerwerk neu entfacht.

Laut tagesschau.de wurden am Silvesterabend in Berlin mindestens 400 Personen wegen verschiedener Straftaten festgenommen. Auch die Berliner Feuerwehr war stark gefordert und musste 1.892 Einsätze verzeichnen, was einen Anstieg um 294 Einsätze im Vergleich zum Vorjahr darstellt. Angriffe auf Polizei- und Feuerwehrkräfte während dieser Einsätze nahmen ebenfalls zu, und es gab Berichte über Verletzungen durch illegale Feuerwerkskörper.

Insgesamt zeigen diese Ereignisse, dass die Feierlichkeiten zum Jahreswechsel nicht nur von Freude begleitet sind, sondern auch ernsthafte Gefahren bergen. Während die Diskussion um ein mögliches Feuerwerksverbot weiterhin anhält, bleibt abzuwarten, wie der Prozess gegen den Influencer ausgehen wird und welche Folgen dies für zukünftige Feiern in Deutschland haben könnte.

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Berlin-Neukölln, Deutschland
Beste Referenz
zvw.de
Weitere Infos
rbb24.de

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