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RAF-Terroristin Daniela Klette nach neun Jahren gefasst – So ging es im LKA zu!

Die Festnahme von Daniela Klette, einem ehemaligen mutmaßlichen Mitglied der Roten Armee Fraktion (RAF), hat in Deutschland für Aufsehen gesorgt. Am 26. Februar 2024 informierte Friedo de Vries, Präsident des LKA Niedersachsen, über die überraschende Festnahme in Berlin. Diese erfolgte im Rahmen einer mehrjährigen, hartnäckigen Zielfahndung, die bereits seit neun Jahren andauerte. Klette und ihre Komplizen Burkhard Garweg und Ernst-Volker Staub standen unter Verdacht, tief im Untergrund aktiv zu sein, wobei die Ermittler immer wieder in den Ausland verwiesen wurden und die Suche nach Hinweisen intensiviert wurde.

Während der Festnahme der 57-jährigen Klette gab es Bedenken, dass ihre Komplizen gewarnt werden könnten. In der Tat hatte Klette kurz vor ihrer Festnahme eine SMS an Garweg geschickt, was die Situation für die Fahnder zusätzlich gefährlich machte. In ihrer Wohnung lagerte sie zudem Waffen, was die Sorgen um die Sicherheit der Ermittler steigerte. De Vries stellte jedoch klar, dass die Festnahme ohne Widerstand und Gewalt ablief und äußerte Kritik an der Wahrnehmung der Öffentlichkeit über ihre Vorgehensweise.

Hintergrund der Festnahme

Die Rote Armee Fraktion, gegründet in den 1970er Jahren von Ulrike Meinhof, Andreas Baader und anderen, ist bekannt für zahlreiche terroristische Aktivitäten in Deutschland. Diese umfassten Banküberfälle, Bombenanschläge und die Entführung von Persönlichkeiten wie Hanns Martin Schleyer während des Deutschen Herbstes 1977. Klette, die in den letzten Jahren untergetaucht war, hat sich über die Jahrzehnte dem Kontakt mit den Behörden entzogen.

Die festgenommenen RAF-Mitglieder hatten zuvor immer wieder bewiesen, dass sie über ein Netzwerk und logistische Unterstützung verfügten, das ihnen half, den Verfolgungen zu entkommen. Im Falle von Klette bleibt unklar, ob sie Informationen über ihre Komplizen Garweg und Staub preisgeben wird. De Vries glaubt nicht, dass Klette im laufenden Prozess Hinweise liefern wird, da sie offenbar Solidarität mit ihren ehemaligen Gefährten bewahren möchte.

Aktuelle Ermittlungen

Die Fahndung nach Garweg und Staub bleibt aktiv. Aktuelle Ermittlungen konzentrieren sich auf Garweg, da es mehr Hinweise auf seine mögliche Aufenthaltsorte gibt. Eine Rückkehr zu extremistischen Aktivitäten durch Klette oder ihre Komplizen scheint unwahrscheinlich, da De Vries betont, dass derzeit keine Anzeichen für eine neue extremistische Vereinigung festgestellt wurden.

Die Festnahme Klette stellt einen wichtigen Schritt in den Bemühungen dar, die Hintergründe und Verbindungen der RAF in Deutschland aufzuarbeiten. Diese Ereignisse erinnern daran, dass die Schatten der Vergangenheit noch lange nach dem Ende des aktiven Einsatzes von Gruppen wie der RAF fortbestehen. In dieser strategischen Auseinandersetzung zwischen Vergangenheit und Gegenwart steckt der Schlüssel zur Vermeidung von Gefahren für die Gesellschaft und den Opfern damaliger Straftaten.

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