
Susanne Daubner gehört seit 26 Jahren zum festen Bestandteil der ARD-„Tagesschau“. Die 1961 in Halle (Saale) geborene Nachrichtensprecherin ist seit 1999 die vertraute Stimme der Hauptausgabe um 20 Uhr. Mit dieser langen Karriere hat sie den Status der dienstältesten Nachrichtensprecherin bei der „Tagesschau“ erreicht. Doch trotz ihrer Erfolge sieht sich Daubner nicht in der Position, den ehemaligen Kollegen und Moderator Jan Hofer zu übertreffen, der über 35 Jahre für die ARD arbeitete. „Ich müsste noch über zehn Jahre arbeiten, um ihn zu überholen“, erklärt sie.HNA berichtet.
Ihre Rückkehr zur „Tagesschau“ war anfangs von Unsicherheit geprägt, da sie für diese Position nach Hamburg ziehen musste. Daubner hat jedoch ihre eigene professionnelle Entwicklung und einige einzigartige Eigenheiten im Lauf ihrer Karriere entwickelt. Diese persönlichen Merkmale prägen nun ihre unvergessliche Präsenz vor der Kamera.
Ein Blick in die Vergangenheit
Vor ihrer Karriere als Nachrichtensprecherin war Daubner bereits in der DDR aktiv. Nach dem Abitur und einer kaufmännischen Berufsausbildung erfolgte 1987 ihre Ausbildung zur Sprecherin und Moderatorin, die im Jugendradio DT64 ihren Anfang fand. Die politische Situation in der DDR brachte sie jedoch dazu, 1989 die Flucht zu wagen. Zusammen mit ihrem Freund durchschwamm sie den Grenzfluss Drava und entkam über Ungarn und Jugoslawien. Nach der Flucht arbeitete sie zunächst für den Sender Freies Berlin (SFB) und wechselte dann 1992 zum Ostdeutschen Rundfunk Brandenburg.
Im Jahr 1999 trat sie schließlich in die ARD ein und übernahm die Position der Hauptmoderatorin. Sie trat die Nachfolge von Wilhelm Wieben an und stellte sich damit einer wichtigen Herausforderung in der deutschen Medienlandschaft.
- Geboren: 26. März 1961 in Halle (Saale)
- Beruf: Fernsehmoderatorin und Nachrichtensprecherin
- Flucht aus der DDR: Juli 1989
- Moderation bei ARD: seit 14. April 1999
- Engagement für Medienkompetenz: „Triff mich!“-Projekt
- Webseite über Jugendwort des Jahres auf TikTok: jährlich seit 2021
Daubner lebt heute in Hamburg-Eppendorf. Im Jahr 1990 wurde sie Mutter einer Tochter, die sie seit ihrer Scheidung 2000 allein erzieht. Neben ihrer Arbeit als Nachrichtensprecherin engagiert sie sich für Leseförderung und hat an verschiedenen Projekten teilgenommen, wie den Hamburger Märchentagen und dem Bundesweiten Vorlesetag.
Neueste Entwicklungen
Am 27. September 2023 erregte Susanne Daubner in den sozialen Medien Aufsehen, als sie während einer live ausgestrahlten „Tagesschau“-Ausgabe einen unkontrollierbaren Lachanfall hatte. Dies verdeutlicht nicht nur ihre Menschlichkeit, sondern trägt auch dazu bei, ihre Bekanntheit bei einem jüngeren Publikum zu steigern. In Zeiten, in denen die Medienlandschaft ständig im Wandel ist, bleibt Daubner eine wichtige Figur, die sich den Herausforderungen des digitalen Zeitalters anpasst.
Die Medienlandschaft in Deutschland hat sich in den letzten Jahrzehnten durch die Einführung neuer Technologien und die Verbreitung digitaler Plattformen stark verändert. Daubner ist bestrebt, die Relevanz traditioneller Nachrichtenformate zu erhalten, während sie gleichzeitig neue Wege findet, sich mit ihrem Publikum zu verbinden. Wie ARD alpha analysiert, erfordert dies, dass auch etablierte Medienhäuser sich dem digitalen Wandel stellen und ihre Inhalte für neue Generationen attraktiv gestalten.