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US-Zölle: Bayern in Gefahr! Aiwanger warnt vor massiven Folgen für die Wirtschaft!

Am 3. April 2025 kündigte der US-Präsident Donald Trump ein umfassendes Zollpaket an, das besonders Auswirkungen auf Bayern haben wird. Die neuen Zölle betreffen vor allem industriestrenge Sektoren und können die ohnehin schon angespannte wirtschaftliche Lage in Deutschland weiter belasten. Insbesondere bayerische Exporteure sehen sich vor großen Herausforderungen.

2024 war die USA mit einem Exportvolumen von 29 Milliarden Euro der größte Exportmarkt für Bayern. Rund 13 Prozent der bayerischen Exporte gingen in die USA, was über dem deutschen Durchschnitt von 10 Prozent liegt. Betroffen sind vor allem Maschinenexporte, die mit 6 Milliarden Euro etwa 15 Prozent der gesamten Maschinenexporte aus Bayern in die USA ausmachten. Auch der bayerische Automobilsektor wird stark getroffen; etwa 20 Prozent der exportierten Autos, im Wert von 8,0 Milliarden Euro, gingen in die USA und sind nun von 25 Prozent Zusatzzöllen betroffen, wie InFranken berichtet.

Warnungen vor wirtschaftlichen Konsequenzen

Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger äußerte sich besorgt über die hohen Zusatzkosten, die durch die neuen Zölle auf Unternehmen der Automobilindustrie, des Maschinenbaus sowie der Chemiebranche zukommen werden. Er warnt, dass diese Zölle sich negativ auf die Wettbewerbsfähigkeit der bayerischen Wirtschaft auswirken könnten. ZDF hebt hervor, dass die Zollpolitik als einseitig und als Angriff auf die Weltwirtschaftsordnung kritisiert wird.

Die bayerische Position wird auch von der Berliner Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey unterstützt, die anmerkt, dass die Zollpolitik Berlin ebenfalls stark betreffen wird. 2024 exportierte Berlin Waren im Wert von 1,59 Milliarden Euro in die USA, was zeigt, wie weitreichend die potenziellen Auswirkungen dieser Zölle sind.

Reaktionen auf die US-Zollpolitik

Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck verglich die neue Zollpolitik mit den Folgen des Ukraine-Kriegs und nannte sie eine der disruptivsten Zollerhöhungen seit 90 Jahren. Er bezeichnete die Zölle als einen schweren ökonomischen Fehler und warnte vor der Gefahr eines Handelskriegs. Habeck fordert neue Allianzen mit Ländern wie Kanada, Mexiko und Indien, um den Druck auf die USA zu erhöhen. Dies könnte auch dazu beitragen, steigende Inflation in den USA und mögliche Deflation in Deutschland abzufedern.

Die US-Regierung plant pauschale Zölle von 10 Prozent auf die meisten Importe. Darüber hinaus sollen neue Zölle von 20 Prozent auf Einfuhren aus der EU in die USA eingeführt werden. Der Außenhandelsverband BGA sieht die US-Zollpolitik als Frontalangriff auf den Welthandel und fordert eine einheitliche Reaktion der EU. Nach Trumps Logik würden Zölle auf Länder erhöht, die ihrerseits höhere Zölle auf US-Waren verlangen, ein Ansatz, den ZDF als einseitig kritisiert.

Ursula von der Leyen, Präsidentin der Europäischen Kommission, bezeichnete die neuen US-Zölle als schweren Schlag für die Weltwirtschaft und kündigte erste Gegenmaßnahmen der EU an. Laura von Daniels von der Stiftung Wissenschaft und Politik betont hingegen die Notwendigkeit von Zugeständnissen und die Dringlichkeit, den Handel mit anderen Regionen auszubauen, um wettbewerbsfähig zu bleiben.

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