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Wasserstoff: Der Schlüssel zur Energiewende oder ein teurer Traum?

Die Rolle von Wasserstoff in der europäischen Energiewende nimmt zunehmend an Bedeutung zu. Heute, am 2. April 2025, wird Wasserstoff als Schlüsseltechnologie für die Erreichung der Klimaneutralität in Europa diskutiert. Wasserstoff soll überschüssigen Strom aus erneuerbaren Energien speichern und Lösungen für schwer elektrifizierbare Sektoren, wie die Industrie, bereitstellen. Dennoch gibt es zahlreiche Hürden, die den Markthochlauf bremsen. Hochkosten, schleppende Investitionen und geopolitische Unsicherheiten hemmen die Fortschritte, wie die Universität Bonn berichtet.

Die gegenwärtigen Umstände könnten die Zielvorgaben der EU bis 2030 erheblich gefährden. Laut dem Gutachten „H2 Reality Check“ von CASSIS (Universität Bonn) und EWI (Universität zu Köln) wird die Erreichung der EU-Ziele, die 40 Gigawatt Elektrolysekapazität und die Produktion von 10 Millionen Tonnen grünem Wasserstoff vorsehen, als herausfordernd angesehen. Die nationale Umsetzung von Strategien und Förderprogrammen in den Mitgliedstaaten stockt, und globale Analysen zeigen, dass die tatsächliche Wasserstoffnachfrage niedriger ausfallen könnte als anfänglich angenommen.

Herausforderungen bei der Wasserstoffproduktion

Eine der größten Herausforderungen ist die Wirtschaftlichkeit des grünen Wasserstoffs. Bis 2030 wird erwartet, dass dieser nicht preislich konkurrieren kann mit blauem Wasserstoff. Die Produktionskosten für grünen Wasserstoff sind seit geraumer Zeit nicht gesunken; steigende Preise für Materialien, Löhne und Verzögerungen beim Ausbau der Infrastruktur bremsen den Fortschritt. Zukünftige Preise könnten zudem über dem liegen, was die Industrie bereit ist zu zahlen.

Die geopolitischen Implikationen des Wasserstoffmarktes sind ebenfalls von großer Bedeutung. CASSIS thematisiert die Abhängigkeit der EU von Importen strategischer Mineralien und Elektrolyse-Technologien aus China. Eine geringere Wasserstoffnachfrage könnte den Importbedarf und die geopolitischen Risiken für Europa reduzieren. Es wird empfohlen, die Einfuhren strategischer Mineralien und Technologien mit der Notwendigkeit einer stabilen Wasserstoffversorgung in Einklang zu bringen.

Globale Implikationen der Energiewende

Außerdem zeigt sich, dass die Transformation des Energiesystems ein globales Phänomen ist, das im Sinne des Klimaschutzes einen Systemwechsel in der Wertschöpfung mit sich bringt. Die Herausforderungen, vor denen Staaten stehen, wie die Sicherung kritischer Infrastrukturen, stellen auch neue Anforderungen an Organisationen wie die NATO. Ein langsamer, aber progressiver Umbau des Energiesystems wird als positiv angesehen, da er die menschliche Sicherheit stärken und die Abhängigkeiten von fossilen Rohstoffen verringern kann. Nach SWP Berlin wird der Zugang zu Energie durch Elektrifizierung verbessert, was potenziell wichtig für die Erreichung der Klimaziele ist.

Im weiteren Kontext der globalen Energiewende ist es entscheidend, dass Deutschland als Vorreiter fungiert und internationale Kooperationen fördert. Nur durch den Austausch über Energiesystemmodernisierung und transparente Dekarbonisierungspfade können die notwendigen Fortschritte erzielt werden. Gleichzeitig müssen die Risiken, die mit der Umstellung auf grüne Technologien verbunden sind, wie „stranded assets“ und die mögliche finanzielle Exklusion von Entwicklungsländern, berücksichtigt werden.

In Anbetracht der vorliegenden Daten und Analysen wird deutlich, dass es der EU an einer kohärenten Strategie fehlt, um die Herausforderungen der Wasserstoffwirtschaft und der Energiewende insgesamt zu bewältigen.

Statistische Auswertung

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Bonn, Deutschland
Beste Referenz
uni-bonn.de

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